Alles, was auf deinem Chart erscheint —
erklärt von Grund auf, mit einer Zeichnung zu jedem Begriff. Auch dann, wenn du gerade erst anfängst.
KEINE MEINUNG. KEINE ANGST. NUR LEVEL, DIE HALTEN.
Was STRUKTOR eigentlich ist
STRUKTOR ist ein Indikator für die Chart-Plattform TradingView. Ein Indikator ist ein
kleines Programm, das über deinen Kurschart gelegt wird und dort automatisch Dinge einzeichnet, die du
sonst von Hand suchen und markieren müsstest.
Der Unterschied zu den meisten anderen Werkzeugen liegt nicht darin, dass STRUKTOR
zeichnet, sondern wie es die Ergebnisse zusammenfasst. Übliche Smart-Money-Indikatoren zeigen dir
fünf bullische und drei bärische Markierungen gleichzeitig und überlassen dir die Entscheidung, welche
davon zählt. STRUKTOR rechnet über zwanzig Bausteine zu einem einzigen Prozentwert zusammen und sagt
dir dazu, wie belastbar dieser Wert gerade ist.
Links die übliche Sammlung von Einzelmarkierungen. Rechts dieselbe Lage, zu einer Aussage verdichtet.
Was die Engine dir abnimmt
01
Struktur lesen
Hochs, Tiefs, Brüche und Trendwechsel werden automatisch erkannt und beschriftet — nach festen Regeln, jeden Tag gleich.
02
Liquidität finden
Zonen, in denen Stop-Orders liegen, werden markiert und nach Volumen gewichtet. Wird eine abgeräumt, siehst du es sofort.
03
Alles verrechnen
Über zwanzig Module fließen in einen einzigen Prozentwert samt Qualitätsstufe von Elite bis Verwerfen.
04
Den Trade begleiten
Stop-Loss, gestaffelte Ziele, Break-Even und Trailing laufen mit — vom Einstieg bis zum letzten Teilverkauf.
Wie du dieses Handbuch nutzt
Links in der Leiste findest du alle Kapitel. Ganz oben sitzt ein Suchfeld: tipp dort
einen Begriff ein — etwa Sweep, VWAP oder Order Block — und du landest sofort beim
passenden Eintrag, samt Zeichnung.
▸
Ganz neu im Trading?
Fang bei Grundlagen an. Dort wird bei der einzelnen Kerze angefangen.
▸
Begriff nachschlagen?
Nimm die Suche links oder geh direkt zu Begriffe A–Z.
▸
Chart verstehen?
Chart-Symbole zeigt jedes Element, das erscheinen kann.
▸
Schon erfahren?
Spring zu Der Score — dort steckt die eigentliche Logik.
Bevor du loslegst
STRUKTOR trifft keine Entscheidungen für dich und handelt nichts automatisch. Es beschreibt, was
gerade im Markt passiert, und wie stark die Hinweise in eine Richtung zeigen. Ob und wie du handelst,
bleibt vollständig deine Sache — inklusive des Risikos.
NATRADINGBYADI.COM · STRUKTOR HANDBUCH · 2026
Kapitel 02
Die Geschichte
STRUKTOR entstand nicht am Reißbrett als Produkt, sondern aus einem sehr konkreten
Problem am eigenen Chart.
Der Ausgangspunkt
Am Anfang stand kein Geschäftsplan, sondern der Versuch, den eigenen Handel auf Gold
und Bitcoin zu systematisieren. Diskretionäres Smart-Money-Trading verlangt, mehrere Zeitebenen
gleichzeitig im Kopf zu behalten: Ein Setup auf dem 15-Minuten-Chart muss im Licht des 1-Stunden- und
4-Stunden-Trends beurteilt werden, während gleichzeitig Liquiditätszonen aus dem Tages- und Wochenchart
präsent bleiben müssen.
Diese Menge an Information übersteigt zuverlässig das, was ein Mensch unter Zeitdruck
im Livehandel konstant leisten kann. Das Ergebnis war ein wiederkehrendes Muster: Setups, die im
Nachhinein offensichtlich aussahen, wurden im Moment des Handelns übersehen. Nicht aus fehlendem Wissen
— sondern schlicht, weil zu viel gleichzeitig zu beobachten war.
Dazu kam eine zweite Schwierigkeit: Von Hand gezogene Linien und markierte Level fielen
an verschiedenen Tagen unterschiedlich aus. Dieselbe Struktur wurde am Montag anders gelesen als am
Donnerstag — je nach Tagesform, Vorerfahrung und dem, was zuletzt funktioniert hatte.
Der eigentliche Auslöser
Nicht fehlendes theoretisches Wissen über Smart-Money-Konzepte war das Problem, sondern die
fehlende Fähigkeit, dieses Wissen im Livehandel konsistent, schnell und ohne emotionale Verzerrung
anzuwenden.
Die Suche nach einer fertigen Lösung
Der naheliegende erste Schritt war, bestehende kommerzielle Indikatoren zu testen.
Mehrere etablierte Anbieter kamen über Wochen im Livehandel zum Einsatz. Dabei zeigte sich ein
wiederkehrendes Defizit: Die Werkzeuge lieferten einzelne, sauber gezeichnete Bausteine — aber keine
Zusammenführung. Die eigentliche Entscheidungsarbeit blieb weiterhin am Trader hängen.
Genau an dieser Stelle setzt STRUKTOR an. Nicht bei der Erkennung — die beherrschen
andere Tools ebenfalls gut — sondern beim letzten, schwierigsten Schritt: aus vielen Einzelbeobachtungen
eine einzige, begründete Aussage zu machen.
Wie gebaut wurde
STRUKTOR entstand nicht in einem einzigen Entwurf, sondern über viele
Entwicklungszyklen. Jedes Modul wurde einzeln gebaut, gegen echtes Marktverhalten auf Gold und Bitcoin
geprüft und erst nach Bewährung in die Gesamt-Engine übernommen. Der Vorteil gegenüber einem
Gesamtentwurf: Jeder Baustein ließ sich für sich beurteilen, bevor er Gewicht im großen System bekam.
Schritt für Schritt statt alles auf einmal
Ein Modul nach dem anderen, mit Prüfung des Objekt- und Rechenbudgets nach jeder Änderung. Pine
Script erlaubt nur eine begrenzte Zahl gleichzeitig gezeichneter Linien, Boxen und Beschriftungen —
wer das ignoriert, bekommt irgendwann Laufzeitfehler statt Signale.
Ehrliche Selbstbewertung
Eine Funktion galt erst dann als fertig, wenn sie sich gegen reale Marktdaten bewährt hatte —
nicht schon dann, wenn sie technisch lief.
Technische Disziplin
Konsequente Einhaltung der Plattformgrenzen statt notdürftiger Umgehungen. Rechenintensive Module
nutzen deshalb Linien statt Plots, weil das Plot-Budget mit 64 Einträgen deutlich knapper ist als
das Linien-Budget mit 500.
Eine durchgehende Farbsprache
Jede Zeitebene hat über alle Module hinweg dieselbe Farbe. Wer einmal gelernt hat, dass Cyan für
die Stundenebene steht, erkennt das überall wieder — bei VWAP, bei den gleitenden Durchschnitten,
bei den Hoch- und Tief-Linien.
Vom Werkzeug zum Produkt
Der Schritt von einem privaten Hilfsmittel zu etwas, das andere benutzen können,
brauchte Arbeit, die mit Signalqualität nichts zu tun hat: eine gestufte Darstellung in Basic, Advanced
und Elite, damit Einsteiger nicht von zwanzig gleichzeitigen Markierungen erschlagen werden. Ein
Kompaktmodus fürs Handy, weil eine große Tabelle in der TradingView-App den halben Chart verdeckt. Und
eine vollständige, verständliche Dokumentation — von der dieses Handbuch ein Teil ist.
Ein Werkzeug, das nur für den eigenen Gebrauch funktioniert, ist noch kein Produkt.
Erst wenn es einem fremden Trader ohne Vorwissen seine eigene Logik erklären kann, ist es reif.
Warum die Rechnung offenliegt
Es wäre technisch einfacher gewesen, STRUKTOR als undurchsichtige KI-Blackbox zu
verkaufen — ein Weg, den viele kommerzielle Indikatoren gehen. Bewusst wurde das Gegenteil gewählt:
jede Gewichtung ist offengelegt, jede Formel nachlesbar, jede Schwelle benannt.
Diese Entscheidung hat einen Preis. Sie macht das System angreifbar für Kritik, weil
sich nichts hinter dem Wort proprietär verstecken lässt. Sie zahlt sich trotzdem aus: Wer
versteht, warum ein Signal entsteht, kann es in die eigene Strategie einordnen, statt ihm blind
zu folgen — und weiß auch, wann er ihm nicht folgen sollte.
Der Leitsatz
Keine Meinung. Keine Angst. Nur Level, die halten.
Keine Meinung — die Engine hat keine Tagesform. Dieselbe
Marktlage erzeugt am Montag dieselbe Bewertung wie am Freitag.
Keine Angst — Unsicherheit im Trading entsteht meist
daraus, dass unklar bleibt, ob ein Setup stark oder schwach ist. Wird diese Qualität sichtbar und
benennbar, füllt nicht mehr die Psychologie die Lücke.
Nur Level, die halten — nicht jede Zone ist gleich viel
wert. Ein Order Block, der nie getestet wurde, sagt etwas anderes als einer, der schon dreimal gehalten
hat. STRUKTOR verfolgt diesen Zustand und gewichtet ihn unterschiedlich.
Struktur statt Prognose
STRUKTOR versucht nicht, die Zukunft vorherzusagen. Es beschreibt den gegenwärtigen Zustand der
Marktstruktur so genau wie möglich. Der Unterschied ist grundlegend: Ein Prognosewerkzeug behauptet
Wissen über morgen. Ein Strukturwerkzeug beschreibt ehrlich das Heute — und überlässt die Entscheidung
bewusst dir.
Kapitel 03
Vision & Philosophie
„Keine Meinung. Keine Angst. Nur Level, die halten." Dieser Leitsatz ist keine
Werbezeile, sondern die wörtliche Beschreibung des Entwicklungsprinzips.
Die zentrale These
Märkte hinterlassen Spuren. Jeder bedeutsame Kursimpuls entsteht durch eine
Verschiebung im Verhältnis von Angebot und Nachfrage — meist ausgelöst durch Kapital, das in
Größenordnungen operiert, die den Preis selbst bewegen. Diese Spuren sind nicht zufällig verteilt.
Preislücken entstehen durch Ineffizienzen im Auftragsfluss. Order Blocks markieren die
letzten Sammelzonen vor einer Bewegung. Liquiditäts-Sweeps zeigen, wo Stop-Cluster gezielt abgeräumt
wurden. Das Problem ist nicht, dass diese Konzepte falsch wären — sie haben sich als eine der
einflussreichsten Denkschulen im technischen Handel etabliert.
Das Problem liegt in der Zerstückelung. Die meisten Werkzeuge zeigen einzelne
Bausteine und überlassen dem Trader die vollständige Zusammenführung. STRUKTOR übernimmt genau diesen
letzten, schwierigsten Schritt.
Nicht das einzelne Signal macht ein gutes Setup aus — sondern die Übereinstimmung
mehrerer voneinander unabhängiger Beweislinien.
Keine Meinung
Die meisten Handelsfehler entstehen nicht aus fehlendem Wissen, sondern aus
subjektiver Auslegung mehrdeutiger Chartbilder. Zwei Trader betrachten dieselbe Kerzenformation und
kommen zu entgegengesetzten Schlüssen — abhängig von Tagesform, Vorerfahrung oder schlicht davon,
welches Setup zuletzt Geld gebracht hat.
STRUKTOR entzieht sich dieser Subjektivität bewusst. Jede Struktur-Erkennung, jede
Zonenmarkierung, jeder Score beruht auf vorher festgelegten Regeln. Die Engine
hat keine Tagesform. Dieselbe Marktlage erzeugt am Montagmorgen dieselbe Bewertung wie am
Freitagabend.
Keine Angst
Angst im Handel entsteht meist aus Unsicherheit über die Qualität eines Setups. Wenn
unklar bleibt, ob ein Signal stark oder schwach ist, füllt die Psychologie die Lücke — meist mit
Zweifel oder mit Übermut.
Genau hier setzt die Bewertung an. Ein Setup wird nicht bloß als Kauf oder Verkauf
markiert, sondern mit einem Prozentwert und einer Qualitätsstufe von Verwerfen bis Elite versehen. Die
Unsicherheit verschwindet dadurch nicht — Märkte bleiben unsicher — aber sie wird sichtbar und
einordenbar.
Nur Level, die halten
Nicht jedes Level ist gleich wichtig. Ein Order Block, der nie erneut getestet wurde,
hat eine andere Aussagekraft als einer, der bereits mehrfach als Unterstützung gedient hat. Und ein
gebrochener sagt wieder etwas ganz anderes.
STRUKTOR verfolgt diesen Zustand aktiv. Unberührte, getestete, mitigierte und
gebrochene Level werden unterschiedlich behandelt, unterschiedlich dargestellt und im Score
unterschiedlich gewichtet. Ein Level ist kein Strich im Chart, sondern ein Objekt mit Lebenslauf.
Jede Zone durchläuft diese Stufen. In welcher sie steckt, bestimmt ihr Gewicht im Score.
Warum Nachvollziehbarkeit vor Komplexität geht
Es wäre technisch einfach gewesen, STRUKTOR als undurchsichtige KI-Blackbox zu
vermarkten — ein Ansatz, der bei vielen kommerziellen Indikatoren verbreitet ist. Bewusst wurde der
andere Weg gewählt: Jedes Modul ist einzeln dokumentiert, jede Gewichtung offengelegt, jede
Berechnungsformel nachvollziehbar.
Diese Entscheidung hat einen Preis. Sie macht das System angreifbarer für Kritik, weil
sich nichts verstecken lässt. Sie zahlt sich aber langfristig aus: Ein Trader, der versteht, warum ein
Signal entsteht, kann es sinnvoll in seine eigene Strategie einordnen — statt ihm blind zu folgen. Und
er weiß, wann er ihm besser nicht folgt.
Designprinzip
Ein System ist nur so vertrauenswürdig wie seine Nachvollziehbarkeit. STRUKTOR verzichtet deshalb
bewusst auf undurchsichtige Signale zugunsten einer vollständig regelbasierten, erklärbaren
Architektur — jede Ausgabe lässt sich exakt auf die zugrundeliegende Logik zurückführen.
Die drei Säulen
01
Objektivität
Feste Regeln statt einer Auslegung, die von der Tagesform abhängt. Was gestern ein Order Block
war, ist heute unter denselben Bedingungen wieder einer.
02
Nachvollziehbarkeit
Jedes Signal lässt sich bis auf die Modul-Ebene zurückverfolgen. Die Zeile „Warum?" zeigt dir
genau, welche Bausteine gerade beigetragen haben.
03
Konsistenz
Dieselbe Marktsituation erzeugt immer dieselbe Bewertung — unabhängig davon, wie der letzte
Trade ausgegangen ist.
Was Automatisierung hier bedeutet
Automatisierung heißt bei STRUKTOR ausdrücklich nicht
automatisierter Handel. Die Engine platziert keine Order und eröffnet keine Position.
Automatisiert wird stattdessen die aufwendige Handarbeit der Struktur-Analyse: das
Einzeichnen von Zonen, das Nachverfolgen von Leveln über hunderte Kerzen hinweg, die gleichzeitige
Beobachtung mehrerer Zeitebenen. Diese Aufgaben sind für einen Menschen im Livehandel praktisch nicht
in Echtzeit leistbar — für eine regelbasierte Engine sind sie exakt wiederholbar.
Struktur vor Prognose
STRUKTOR versucht nicht, die Zukunft vorherzusagen. Es beschreibt den gegenwärtigen
Zustand der Marktstruktur und die Verteilung, die sich aus vergleichbaren Konstellationen ergeben hat.
Dieser Unterschied ist grundlegend. Ein Prognose-Werkzeug behauptet Wissen über morgen.
Ein Struktur-Werkzeug beschreibt ehrlich den Ist-Zustand — und überlässt die Entscheidung bewusst dem
Trader.
Kapitel 04
Grundlagen für Einsteiger
Wenn du gerade erst anfängst: Hier steht alles, was du wissen musst, bevor die
Fachbegriffe Sinn ergeben. Wer sich auskennt, kann dieses Kapitel überspringen.
Die Kerze — der kleinste Baustein
Ein Kurschart besteht aus Kerzen. Jede Kerze fasst zusammen, was in einem bestimmten
Zeitraum passiert ist — bei einem 15-Minuten-Chart also in einer Viertelstunde. Vier Werte stecken darin:
wo der Preis startete, wo er endete, und wie weit er zwischendurch nach oben und unten ging.
Grün heißt: der Schlusskurs liegt über dem Eröffnungskurs, der Preis ist gestiegen.
Grau heißt das Gegenteil. Die dünnen Linien oben und unten nennt man Dochte — sie zeigen Preise, die
kurz erreicht, aber nicht gehalten wurden.
Warum Dochte so wichtig sind
Ein langer Docht bedeutet: Der Markt hat diesen Preisbereich getestet und sofort wieder verlassen.
Dort war jemand mit genug Kapital, der dagegen gehalten hat. Fast alle Smart-Money-Konzepte — Sweep,
Ablehnungsblock, SFP — bauen auf dieser einen Beobachtung auf.
Der Zeitrahmen
Derselbe Markt sieht völlig anders aus, je nachdem wie viel Zeit eine Kerze abdeckt.
Vier Kerzen auf dem 15-Minuten-Chart ergeben genau eine Kerze auf dem 1-Stunden-Chart. Die Information
wird nicht falsch, aber gröber — Details verschwinden, dafür wird die große Richtung sichtbar.
Deshalb rechnet STRUKTOR seine Einstellungen automatisch um, sobald du den Zeitrahmen
wechselst — was auf 1 Minute eine Struktur ist, ist auf dem Tageschart nur Rauschen.
Trend — was Struktur überhaupt bedeutet
Ein Aufwärtstrend ist keine Meinung, sondern eine Beobachtung: Der Preis bildet
nacheinander höhere Hochs und höhere Tiefs. Solange dieses Muster hält, läuft der Trend. Bricht es —
etwa weil ein Tief unter dem vorherigen liegt — verändert sich der Charakter des Marktes.
Aus genau diesen Punkten liest STRUKTOR die Marktstruktur — und meldet, wenn ein solches
Hoch oder Tief durchbrochen wird.
Long und Short
Long heißt, auf steigende Kurse zu setzen: günstig kaufen,
teurer verkaufen. Short ist das Gegenstück — du setzt auf fallende Kurse
und verdienst, wenn der Preis sinkt. In STRUKTOR ist Long durchgehend grün und Short durchgehend grau
markiert, über alle Module hinweg.
Risiko und das Chance-Risiko-Verhältnis
Der wichtigste Begriff im ganzen Handbuch. Bevor du einen Trade eingehst, legst du zwei
Preise fest: den Stop-Loss, bei dem du den Verlust begrenzt, und das Ziel, bei dem du Gewinn mitnimmst.
Der Abstand vom Einstieg zum Stop ist dein Risiko — genannt 1 R.
Liegt dein Ziel doppelt so weit entfernt wie dein Stop, hast du ein Verhältnis von 2 R.
Das ist entscheidend, weil du damit nicht besonders oft richtig liegen musst: Bei 2 R reicht eine
Trefferquote von etwas über 33 Prozent, um über viele Trades hinweg im Plus zu landen.
Genau darauf zielt der OTE-Einstieg ab: näher am Ursprung einsteigen heißt engerer
Stop, und bei gleichem Ziel ein besseres Verhältnis.
Die Regel, die alles andere überstimmt
Kein Indikator der Welt rettet einen Trade ohne Stop-Loss. Lege vor jedem Einstieg fest, wie viel
du zu verlieren bereit bist — üblich sind ein bis zwei Prozent des Kontos pro Trade. Ein Elite-Signal
mit 95 Prozent Score kann trotzdem verlieren; das gehört dazu.
Was Smart Money Concepts bedeutet
Hinter dem Namen steckt eine einfache Grundannahme: Große Marktteilnehmer — Banken,
Fonds, professionelle Adressen — handeln in Größenordnungen, die den Preis selbst bewegen. Wer eine
sehr große Position aufbauen will, kann das nicht auf einen Schlag tun, ohne den Kurs gegen sich zu
treiben. Also wird gestückelt, und dabei bleiben Spuren im Chart zurück.
Diese Spuren sind das, was alle Begriffe in diesem Handbuch beschreiben. Preislücken
entstehen, wo eine Bewegung zu schnell für normalen Handel war. Order Blocks markieren, wo vor einem
Impuls eingesammelt wurde. Sweeps zeigen, wo gezielt Stop-Orders abgeholt wurden, bevor es in die
eigentliche Richtung ging.
Wichtig zur Einordnung: Das ist ein Denkmodell, keine bewiesene Tatsache über einzelne
Marktteilnehmer. Es funktioniert als Beschreibung wiederkehrender Kursmuster — nicht als Beweis, dass
jemand Bestimmtes an einer bestimmten Stelle gekauft hat.
Kapitel 05
Begriffe A–Z
Jeder Smart-Money-Begriff mit Zeichnung, Erklärung und dem Hinweis, wie er auf deinem
Chart aussieht. Grün ist bullisch, grau ist bärisch.
Kerze 3 berührt Kerze 1 nicht — dazwischen bleibt die Lücke
FVG
Fair Value Gap · Imbalance
Eine Preislücke, die der Markt beim Durchlaufen übersprungen hat.
Man schaut drei Kerzen an. Steigt der Kurs so schnell, dass das Tief der dritten Kerze noch über
dem Hoch der ersten liegt, ist dazwischen ein Bereich entstanden, in dem praktisch niemand gehandelt
hat. Käufer und Verkäufer kamen dort nie zusammen — der Preis ist einfach durchgerauscht.
Die Annahme dahinter: Solche Lücken sind unfertige Geschäfte. Der Markt kehrt oft zurück, um sie
aufzufüllen, bevor die Bewegung weitergeht. Deshalb sind sie als Ziel und als Einstiegszone
interessant zugleich.
Im Chart: Farbige Box zwischen den Kerzen. Läuft der Kurs hindurch, wird
sie entfernt — oder als Brecher weitergeführt, je nach Einstellung.
Merke: Nicht jede Lücke zählt. Über den Schwellenwert filtert STRUKTOR
Mini-Lücken heraus, die nur Rauschen sind.
Letzte graue Kerze, dann der Impuls
Order Block
OB
Die letzte Kerze in die Gegenrichtung, bevor eine starke Bewegung startet.
Vor einem kräftigen Anstieg findet sich fast immer eine letzte fallende Kerze. Die Idee: Genau
dort hat jemand mit großem Kapital eingesammelt — und zwar von denen, die in dieser Kerze verkauft
haben. Erst als genug Ware zusammen war, ging der Preis los.
Kommt der Kurs später in diese Zone zurück, ist die Erwartung, dass derselbe Teilnehmer sein
Niveau verteidigt. Ein Order Block gilt darum als Unterstützung, solange er nicht durchbrochen wurde.
Im Chart: Box mit der Beschriftung OB. STRUKTOR merkt sich für jede
Zone, ob sie noch unberührt, bereits getestet oder gebrochen ist.
Merke: Ein noch nie getesteter Order Block hat mehr Aussagekraft als einer,
der schon mehrfach angelaufen wurde — jeder Test verbraucht Ware.
Nach dem Bruch dreht die Wirkung um
Brecher-Block
Breaker Block · BB
Ein Order Block, der gescheitert ist — und danach in die Gegenrichtung wirkt.
Zuerst hält die Zone dagegen und wirft den Kurs zurück. Dann bricht er doch hindurch. Wer dort
falsch positioniert war, sitzt jetzt im Verlust und muss glattstellen — und genau diese Aufträge
liegen nun auf der anderen Seite der Zone.
Kommt der Kurs zurück, wirkt dieselbe Zone deshalb umgekehrt: Aus Widerstand wird Unterstützung,
aus Unterstützung wird Widerstand. Das Scheitern ist hier die eigentliche Information.
Im Chart: Die Box wechselt Farbe, die Beschriftung wird zu
Brecher-Block.
Der lange Docht ist die abgelehnte Zone
Ablehnungsblock
Rejection Block · RB
Eine Kerze mit auffällig langem Docht an einem Wendepunkt.
Der Preis ist in diesen Bereich gelaufen und wurde sofort wieder herausgedrückt — sichtbar daran,
dass der Docht deutlich länger ist als der Kerzenkörper. Der Bereich zwischen Körper und Dochtspitze
markiert Preise, die der Markt getestet und verworfen hat.
Damit ein Ablehnungsblock entsteht, muss die Kerze zusätzlich ein bestätigtes Hoch oder Tief sein
— also links und rechts von ihr müssen mehrere Kerzen tiefer beziehungsweise höher liegen.
Im Chart: Box über dem Dochtbereich, beschriftet mit RB.
Das alte Hoch wird nach oben durchbrochen
BOS
Break of Structure
Der Kurs bricht ein vorheriges Hoch in Trendrichtung — der Trend läuft weiter.
Ein BOS bestätigt, was ohnehin schon läuft. Im Aufwärtstrend wird ein früheres Hoch nach oben
genommen, im Abwärtstrend ein früheres Tief nach unten. Das ist kein Wendepunkt, sondern ein
Weiter-so.
Wichtig ist die Bedingung: Standardmäßig zählt nur ein Schlusskurs jenseits des Levels. Ein Docht,
der kurz darüber schaut und wieder zurückfällt, ist kein Bruch — das wäre eher ein Sweep.
Im Chart: Waagerechte Linie bis zum gebrochenen Hoch, beschriftet mit
BOS ↑ oder BOS ↓.
Bruch gegen die bisherige Richtung
CHoCH
Change of Character
Der Kurs bricht ein Level gegen die bisherige Richtung — die Struktur kippt.
Technisch passiert dasselbe wie beim BOS. Der Unterschied liegt allein darin, was vorher war:
Wurde zuletzt abwärts gebrochen und jetzt aufwärts, ist es ein Charakterwechsel.
Ein CHoCH allein ist noch kein sicherer Trendwechsel — Fehlsignale kommen vor. Er ist aber der
erste ernsthafte Hinweis, dass die alte Richtung ihre Kraft verliert, und der Punkt, an dem man
genauer hinschauen sollte.
Im Chart: Wie beim BOS, aber mit der Beschriftung CHoCH.
Kräftigere Farbe heißt mehr Volumen
Liquidität
Liquidity
Stellen im Chart, an denen viele Stop-Orders gebündelt liegen.
Das klingt abstrakt, ist aber sehr konkret. Über einem markanten Hoch liegen die Stop-Orders all
derer, die short sind. Unter einem Tief die der Longs. Wird dieser Bereich erreicht, lösen sie
gleichzeitig aus und erzeugen für einen Moment sehr viel Handelsvolumen.
Für jemanden, der eine große Position aufbauen will, ist genau das wertvoll: Er braucht
Gegenparteien. Deshalb steuern große Adressen solche Zonen oft gezielt an, bevor sich der Kurs in
die eigentlich beabsichtigte Richtung bewegt.
STRUKTOR verfolgt drei Ebenen gleichzeitig — schnelle, mittlere und langsame Swing-Punkte — und
gewichtet jedes Level danach, wie viel Volumen sich in seiner Nähe angesammelt hat.
Im Chart: Waagerechte Bänder. Je kräftiger die Farbe, desto wichtiger.
Docht darunter, Schluss darüber
Liquiditäts-Sweep
Sweep · Stop Hunt
Der Docht durchsticht ein Level, der Schlusskurs fällt aber zurück.
Die dort liegenden Stops werden ausgelöst, es kommt kurz sehr viel Volumen an den Markt — und
danach dreht der Kurs wieder. Für unerfahrene Trader sieht das aus wie ein Ausbruch, dem man
hinterherlaufen sollte. Tatsächlich ist es oft das genaue Gegenteil.
Entscheidend ist immer der Schlusskurs. Ein Durchstich mit Schlusskurs jenseits des Levels ist ein
echter Bruch. Ein Durchstich mit Rückkehr ist ein Sweep.
Im Chart: Kreis am Extrempunkt plus die Beschriftung
Liquiditäts-Sweep.
Merke: Je frischer ein Sweep, desto stärker zählt er. Nach etwa zwanzig
Kerzen fällt sein Gewicht im Score auf null.
Kurz darüber, dann darunter geschlossen
SFP
Swing Failure Pattern
Ein gescheiterter Ausbruch über einen einzelnen Swing-Punkt.
Das Prinzip ist dasselbe wie beim Sweep, die Bezugsgröße eine andere: Beim SFP geht es um genau
ein vorheriges Hoch oder Tief, beim Sweep um eine breitere, volumengewichtete Liquiditätszone.
Der Kurs schafft es über das alte Hoch, kann sich dort aber nicht halten und schließt wieder
darunter. Alle, die auf den Ausbruch aufgesprungen sind, sitzen jetzt falsch — und ihre Ausstiege
treiben den Kurs zusätzlich in die Gegenrichtung.
Im Chart: Beschriftung SFP direkt am gescheiterten Swing.
Zwei Hochs auf gleicher Höhe
EQH / EQL
Equal Highs / Equal Lows
Zwei Hochs oder Tiefs auf praktisch demselben Niveau.
Wo der Kurs zweimal an derselben Stelle abgeprallt ist, denken viele Marktteilnehmer dasselbe:
Dort ist eine Grenze. Entsprechend legen sie ihre Stops knapp dahinter. Genau deshalb sammelt sich
an doppelten Leveln überdurchschnittlich viel Liquidität an — und der Kurs wird dorthin gezogen.
„Gleich" heißt dabei nicht auf den Cent identisch. STRUKTOR erlaubt eine Toleranz, die sich an
der aktuellen Schwankungsbreite orientiert — in einem volatilen Markt darf der Abstand größer sein
als in einem ruhigen.
Im Chart: Gestrichelte Verbindung zwischen beiden Punkten, beschriftet mit
EQH oder EQL.
Erst der kleine Griff, dann der Schub
Inducement
Köder
Ein kleiner Sweep, der zum verfrühten Einstieg verleitet — kurz bevor es wirklich losgeht.
Der Begriff kommt vom englischen Wort für Verlockung, und genau das beschreibt er. Ein
auffälliger kleiner Swing wird abgeräumt. Viele steigen ein, weil es nach dem Beginn der Bewegung
aussieht. Ihre Stops liefern dann die Liquidität für den eigentlichen Zug.
STRUKTOR markiert ein Inducement bewusst erst dann, wenn kurz darauf tatsächlich ein Strukturbruch
in die erwartete Richtung folgt. Ein Sweep ohne diese Bestätigung bleibt unmarkiert — sonst wäre
jeder zweite kleine Ausschlag ein Köder.
Im Chart: Beschriftung Inducement am Köder-Swing.
Der gemeinsame Bereich beider Lücken
BPR
Balanced Price Range
Der Bereich, in dem sich eine bullische und eine bärische Lücke überlappen.
Der Kurs hat denselben Preisbereich einmal nach oben und einmal nach unten übersprungen. Beide
Seiten haben dort eine Ineffizienz hinterlassen — die Zone gilt deshalb als von beiden Richtungen
ausgeliefert und damit als ausgeglichen.
Solche Überlappungen kommen seltener vor als einzelne Lücken, werden dafür in der Praxis aber
häufiger respektiert. Sie zählen zu den stärkeren Reaktionszonen.
Im Chart: Hervorgehobene Box im Überlappungsbereich, beschriftet mit
BPR. Nur in der Elite-Darstellung sichtbar.
Einstieg im Rücklauf statt im Ausbruch
OTE
Optimal Trade Entry · Golden Pocket
Die Zone zwischen 62 % und 79 % Rücklauf einer Bewegung.
Nach einem kräftigen Anstieg kommt fast immer ein Rücklauf. Statt oben hinterherzukaufen, wartest
du, bis der Preis einen guten Teil davon abgegeben hat — üblicherweise zwischen 62 und 79 Prozent der
Strecke. Der Punkt bei 70,5 Prozent gilt als Mitte dieser Zone.
Der eigentliche Vorteil ist rechnerisch: Weil du näher am Ursprung der Bewegung einsteigst, liegt
dein Stop enger. Bei unverändertem Ziel verbessert sich dadurch das Chance-Risiko-Verhältnis
deutlich — du musst seltener richtig liegen, um insgesamt im Plus zu sein.
Im Chart: Farbige Zone im Rücklaufbereich, beschriftet mit OTE.
Merke: OTE ist ein Einstiegs-Werkzeug für eine Trendfortsetzung, kein
Umkehrsignal. Ohne einen vorangegangenen klaren Impuls gibt es keine sinnvolle Zone.
Oben verkaufen, unten kaufen
Premium / Discount
Equilibrium
Liegt der Kurs im oberen oder im unteren Bereich seiner Spanne?
Man nimmt das höchste Hoch und das tiefste Tief der letzten Kerzen und teilt die Strecke dazwischen.
Die obere Hälfte ist Premium — dort ist Kaufen teuer, Verkaufen attraktiv. Die untere Hälfte ist
Discount, dort gilt das Umgekehrte. Die Mitte bei 50 Prozent heißt Gleichgewicht.
So einfach das klingt, so wirkungsvoll ist es als Filter. Ein Long-Signal im Premium ist deutlich
weniger wert als dasselbe Signal im Discount — der Abstand zum nächsten sinnvollen Ziel ist schlicht
kleiner geworden.
Im Chart: Eingefärbte Zonen über die aktuelle Spanne, beschriftet mit
Premium, Gleichgewicht und Discount.
Kurs und Indikator laufen auseinander
Divergenz
Divergence
Der Kurs macht ein neues Hoch — der Indikator nicht mehr.
Der Preis schafft es noch ein Stück höher, aber der zugrundeliegende Schwung lässt bereits nach.
Das ist häufig ein Frühwarnzeichen: Die Bewegung wird von immer weniger Kraft getragen, auch wenn das
am Kurs selbst noch nicht abzulesen ist.
STRUKTOR prüft das getrennt über zwei Indikatoren — RSI und MACD — die bewusst unabhängig
voneinander laufen, damit sich kein gemeinsamer Rechenfehler in beide fortpflanzt.
Im Chart: Beschriftung RSI Div oder MACD Div am betroffenen
Punkt. Nur in der Elite-Darstellung.
Merke: Eine Divergenz ist ein Warnzeichen, kein Einstiegssignal. Sie kann
lange bestehen, bevor der Kurs tatsächlich dreht.
Zwei verwandte Märkte im Vergleich
SMT-Divergenz
Smart Money Technique
Zwei eng verwandte Märkte laufen auseinander.
Bitcoin und Ethereum bewegen sich normalerweise ähnlich. Macht Bitcoin ein neues Hoch, Ethereum
aber nicht, deutet das auf eine Schwäche hin, die man im einzelnen Chart nicht sehen würde. Dasselbe
gilt für Gold gegen Silber oder einen Altcoin gegen Bitcoin.
STRUKTOR wählt das Vergleichssymbol automatisch passend zum gehandelten Markt.
Im Chart: Beschriftung SMT ▲ oder SMT ▼, dazu eine eigene
Dashboard-Zeile.
Mehrere Quellen, eine Aussage
Konfluenz
Confluence
Mehrere voneinander unabhängige Module zeigen gleichzeitig in dieselbe Richtung.
Ein einzelnes Signal sagt wenig. Erst wenn Struktur, Liquidität, Zone und übergeordneter Trend
übereinstimmen, wird daraus ein tragfähiges Setup. Genau das misst der Score.
Wichtig ist dabei die Unabhängigkeit der Bausteine. Zwei Module, die im Kern denselben Datenpunkt
unterschiedlich verpacken, würden nur Scheinsicherheit erzeugen. Deshalb decken die STRUKTOR-Module
bewusst verschiedene Aspekte ab: Struktur, Liquidität, Position in der Spanne, Schwung und
übergeordneter Kontext.
Im Chart: Die Zeile „Warum?" im Dashboard listet auf, welche Bestätigungen
gerade erfüllt sind — und welche dagegensprechen.
Ein Wert statt vieler Einzelsignale
Probability Score
Wahrscheinlichkeits-Wert
Ein einziger Prozentwert von 0 bis 100, der alle Module zusammenfasst.
Jedes zutreffende Modul gibt seine Gewichtung als Stimme für eine Richtung ab. Der Score ist dann
das Verhältnis der überwiegenden Seite zur gesamten Gewichtung, die gerade anwendbar ist.
Sehr wichtig zu verstehen: Der Wert ist keine Trefferwahrscheinlichkeit.
88 Prozent bedeuten nicht, dass 88 von 100 solchen Trades gewinnen. Sie bedeuten, dass 88 Prozent der
anwendbaren Gewichtung in dieselbe Richtung zeigt. Wie oft das am Ende aufgeht, hängt vom Markt ab —
und von deinem Risikomanagement.
Im Chart: Prominente Dashboard-Zeile mit Prozentwert und Qualitätsstufe.
Fünf Zeitebenen stimmen ab
HTF / MTF
Higher & Multi-Timeframe
Der übergeordnete Zeitrahmen läuft automatisch im Hintergrund mit.
Ein Signal auf deinem Chart, das gegen den großen Trend läuft, geht statistisch häufiger schief.
Statt manuell zwischen Charts zu wechseln, prüft STRUKTOR das selbstständig.
Dabei arbeiten zwei Mechanismen parallel. Der erste ist ein harter Filter: Er blockiert Signale,
die der übergeordneten Richtung widersprechen. Der zweite ist feiner — er zählt die Trendrichtung auf
fünf Zeitebenen gleichzeitig und macht daraus einen Prozentwert, der in den Score einfließt. So wird
auch eine Lage wie „vier von fünf" angemessen gewürdigt, statt einfach blockiert zu werden.
Im Chart: Eigene Dashboard-Zeile mit Richtung und Übereinstimmung.
Die Gewichtung passt sich der Lage an
Marktregime
Market Regime
Läuft der Markt gerade in einem Trend oder seitwärts?
Das ist keine Kosmetik, sondern steuert die Gewichtung im Score. Im Trendmarkt zählen Trend,
übergeordneter Zeitrahmen und der gleitende Durchschnitt automatisch stärker, während Liquidität und
Zonen zurücktreten. Im Seitwärtsmarkt genau umgekehrt — dort sind Zonengrenzen wichtiger als die
Trendrichtung, weil es keine gibt.
Zusätzlich zur groben Einteilung gibt es eine feinere: Expansion, Kompression, Verteilung und
Aufbau — abgeleitet aus Schwankungsbreite, Volumenverlauf und der Position innerhalb der Spanne.
Im Chart: Dashboard-Zeilen „Marktregime" und „Marktphase".
Kein Treffer. Versuch es mit einem anderen Begriff — oder schau bei den Indikatoren nach.
Kapitel 06
Die Indikatoren
STRUKTOR nutzt im Hintergrund eine Reihe klassischer Werkzeuge. Hier steht, was jedes
davon misst — ohne Formeln, mit Bild.
Eine geglättete Linie durch die Kerzen
Gleitender Durchschnitt
Moving Average · MA
Der Durchschnittspreis der letzten X Kerzen, fortlaufend neu berechnet.
Er glättet das Auf und Ab und macht die Richtung sichtbar. Liegt der Kurs darüber, ist die Lage
grundsätzlich freundlich, liegt er darunter, eher schwach. Die Länge bestimmt die Trägheit: Ein
Durchschnitt über 13 Kerzen reagiert schnell, einer über 50 Kerzen langsam und ruhig.
Es gibt verschiedene Rechenarten. SMA gewichtet alle Kerzen gleich.
EMA gewichtet die jüngsten stärker und reagiert dadurch flotter.
WMA arbeitet ähnlich mit linear fallender Gewichtung.
HMA ist auf möglichst wenig Verzögerung optimiert.
VWMA bezieht das Handelsvolumen mit ein.
In STRUKTOR: Der Typ wird je Zeitrahmen automatisch gewählt — EMA 13 beim
Scalping, WMA 20 im Intraday, HMA 34 im Swing, EMA 50 auf Position.
Der Trail folgt nach oben, gibt aber nichts ab
Kinetischer MA Trail
Sperrklinke
Ein gleitender Durchschnitt, der sich nur in Trendrichtung bewegen darf.
Der normale Durchschnitt wackelt hin und her. Der Trail nimmt ihn als Basis, lässt aber nur
Bewegung in eine Richtung zu: Im Aufwärtstrend darf er steigen, aber niemals wieder fallen. Dreht
der Markt, kippt die Klinke und er darf nur noch fallen.
Das Ergebnis ist eine Linie, die deutlich ruhiger verläuft und sich gut als mitlaufende Grenze
lesen lässt. Darum herum zeichnet STRUKTOR eine leichte Wolke, deren Breite sich an der aktuellen
Schwankungsbreite orientiert.
In STRUKTOR: Dünne Linie mit farbiger Wolke, grün bei Aufwärts- und grau
bei Abwärtsrichtung.
Der Sprung auf die andere Seite ist das Signal
Supertrend
Kinetischer Kern
Eine Linie, die je nach Trendrichtung unter oder über dem Kurs verläuft.
Der Abstand zum Kurs richtet sich nach der aktuellen Schwankungsbreite: In ruhigen Phasen läuft
die Linie eng mit, in wilden Phasen bleibt sie auf Abstand. Damit reagiert sie nicht auf jedes
normale Zittern.
Springt die Linie von der einen auf die andere Seite des Kurses, ist das der Richtungswechsel —
und genau dieser Sprung erzeugt in STRUKTOR das Haupt-Kaufsignal beziehungsweise Verkaufssignal.
Er ist zugleich der Ausgangspunkt für die Berechnung aller Kursziele.
In STRUKTOR: Der stärkste Baustein im Score mit 20 von 100 Punkten. Über
die Sensitivität stellst du ein, wie träge er reagiert.
Der Durchschnitt aller Kerzenspannen
ATR
Average True Range
Wie weit sich der Kurs im Schnitt pro Kerze bewegt.
Das Standardmaß für Schwankungsbreite. Man misst für jede Kerze die Strecke von Hoch zu Tief und
bildet daraus den Durchschnitt über die letzten Kerzen. Steht der ATR hoch, ist der Markt wild —
steht er tief, ist es ruhig.
Der praktische Nutzen liegt im Stop-Loss. Ein fester Abstand in Punkten passt entweder in ruhigen
oder in wilden Phasen, nie in beiden. Ein Abstand von beispielsweise dem 1,5-fachen ATR passt sich
dagegen automatisch an — er wird weiter, wenn der Markt weiter atmet.
In STRUKTOR: Steuert Stop-Abstände, die Trail-Breite, die Toleranz bei
Equal Highs und den Filter für Mini-Lücken.
Nach Volumen gewichteter Durchschnitt
VWAP
Volume Weighted Average Price
Der Durchschnittspreis, zu dem tatsächlich gehandelt wurde — gewichtet nach Menge.
Der Unterschied zum normalen Durchschnitt: Kerzen mit viel Volumen zählen stärker als solche mit
wenig. Damit beschreibt der VWAP nicht, wo der Preis war, sondern wo tatsächlich Geschäfte
stattgefunden haben.
Für professionelle Adressen ist er eine zentrale Messlatte, weil viele ihre eigene Ausführung
daran messen: Wer unter dem VWAP gekauft hat, hat besser abgeschnitten als der Markt. Genau deshalb
wirkt die Linie oft wie Unterstützung oder Widerstand — dort liegen echte Aufträge.
In STRUKTOR: Die Position des Kurses zum VWAP zählt mit 10 von 100 Punkten
im Score, und VWAP-Linien dienen als echte Kursziele.
Startet an einem selbstgewählten Punkt
AVWAP
Anchored VWAP
Derselbe Gedanke wie VWAP, aber ab einem frei gewählten Startpunkt.
Der normale VWAP beginnt bei Tages-, Wochen- oder Monatsanfang. Der verankerte startet dort, wo du
ihn festmachst — typischerweise an einem markanten Hoch, Tief oder einem wichtigen Ereignis.
Der Wert liegt in der Aussage: „Wer seit diesem Hoch gekauft hat, sitzt im Schnitt bei diesem
Preis." Nähert sich der Kurs dieser Linie, kommt eine ganze Gruppe von Positionen zurück in den
Ausgleich — und dort passiert erfahrungsgemäß etwas.
In STRUKTOR: Dient als Grundlage für Kursziele. Solche Ziele werden live
nachgeführt, erkennbar am Pfeilsymbol.
Pendelt zwischen 0 und 100
RSI
Relative Strength Index
Misst, ob der Kurs kurzfristig zu weit gelaufen ist.
Der RSI vergleicht die Stärke der Aufwärtsbewegungen mit der der Abwärtsbewegungen und drückt das
als Wert zwischen 0 und 100 aus. Über 70 gilt klassisch als überkauft, unter 30 als überverkauft.
Ein häufiger Anfängerfehler: „Überkauft" heißt nicht „gleich fallend". In einem starken Trend kann
der RSI wochenlang über 70 bleiben. Deutlich brauchbarer ist er für Divergenzen — dafür setzt
STRUKTOR ihn hauptsächlich ein.
In STRUKTOR: Eigene Dashboard-Zeile plus Grundlage der Divergenz-Erkennung.
Zwei Linien und ihr Abstand als Balken
MACD
Moving Average Convergence Divergence
Misst den Abstand zwischen einem schnellen und einem langsamen Durchschnitt.
Laufen die beiden auseinander, gewinnt die Bewegung an Fahrt. Nähern sie sich an, lässt der
Schwung nach. Die Balken darunter zeigen genau diesen Abstand — je länger, desto kräftiger.
Wie beim RSI nutzt STRUKTOR den MACD vor allem für Divergenzen: Macht der Kurs ein neues Hoch,
der MACD aber nicht, ist das ein Hinweis auf nachlassende Kraft.
In STRUKTOR: Zweite, unabhängige Divergenz-Erkennung neben dem RSI.
Über 25 gilt der Trend als tragfähig
ADX
Average Directional Index
Misst, wie stark ein Trend ist — nicht, in welche Richtung er läuft.
Das ist der entscheidende Unterschied zu anderen Werkzeugen. Der ADX sagt nichts darüber, ob es
hoch oder runter geht. Er sagt nur: Läuft der Markt gerade zielstrebig, oder pendelt er richtungslos?
Werte über 25 gelten als klarer Trend, darunter als Seitwärtsphase. Genau daran macht STRUKTOR
fest, ob es die Score-Gewichtung Richtung Trend oder Richtung Zonen verschiebt.
In STRUKTOR: Dashboard-Zeile, färbt sich ab 25 grün. Steuert außerdem die
Erkennung des Marktregimes.
Balken über dem Schnitt sind bedeutsam
Volumen
Volume Intelligence
Wie viel tatsächlich gehandelt wurde — die Bestätigung hinter jeder Bewegung.
Ein Ausbruch bei sehr niedrigem Volumen ist verdächtig: Wenige Teilnehmer haben ihn getragen,
entsprechend leicht kippt er wieder. Derselbe Ausbruch mit deutlich erhöhtem Volumen hat eine ganz
andere Qualität.
STRUKTOR verdichtet drei Blickwinkel zu einem Wert: das relative
Volumen gegenüber dem Durchschnitt, die Richtung des On-Balance-Volume
als laufende Summe, und den Geldfluss, der berücksichtigt, wo innerhalb
der Kerze geschlossen wurde.
In STRUKTOR: 10 von 100 Punkten im Score, dazu die Dashboard-Zeilen
„Volumen" und „Kraftindex".
Enge Bänder gehen oft einer Bewegung voraus
Squeeze
Volatilitäts-Kompression
Der Markt wird auffällig ruhig — häufig kurz vor einer größeren Bewegung.
Technisch vergleicht man zwei Bänder um den Kurs. Rutscht das eine vollständig in das andere
hinein, ist die Schwankungsbreite ungewöhnlich niedrig zusammengelaufen. Märkte wechseln zwischen
ruhigen und bewegten Phasen — auf eine sehr enge Phase folgt überdurchschnittlich oft eine
kräftige Bewegung.
Der Squeeze sagt allerdings nichts über die Richtung. Er sagt nur: Es könnte gleich losgehen.
Wohin, müssen die anderen Module beantworten.
In STRUKTOR: Punktmarkierung unterhalb des Charts, wechselt bei Auflösung
zu einem Dreieck. Dazu eine Dashboard-Zeile.
Wie viel Bewegungsraum bleibt noch
ADR
Average Daily Range
Wie weit sich der Markt an einem durchschnittlichen Tag bewegt.
Sehr praktisch für die Zielsetzung. Wenn ein Markt üblicherweise 400 Punkte am Tag läuft und heute
bereits 380 gelaufen ist, sind große Erwartungen an einen weiteren Ausbruch wenig realistisch. Wurden
dagegen erst 90 Punkte zurückgelegt, ist noch reichlich Raum.
In STRUKTOR: Dashboard-Zeile mit der bereits genutzten Tagesspanne.
Nicht jede Stunde ist gleich aktiv
Sessions & Killzones
Handelszeiten
Die Handelszeiten der großen Finanzplätze, farblich hinterlegt.
Volumen verteilt sich über den Tag sehr ungleich. Die asiatische Phase verläuft meist ruhig und
eng, mit der Londoner Eröffnung kommt Bewegung, und wenn New York dazukommt, überlappen sich beide
— dann ist am meisten los.
Als Killzone bezeichnet man die besonders aktiven Fenster rund um
diese Eröffnungen. Viele der markanten Tageshochs und -tiefs entstehen genau dort.
In STRUKTOR: Farbig hinterlegte Bereiche im Chart-Hintergrund, einzeln
abschaltbar.
Kein Treffer. Vielleicht steht der Begriff unter Begriffe A–Z.
Kapitel 07
Chart-Symbole
Jedes Element, das auf deinem Chart erscheinen kann — zum schnellen Nachschlagen
während des Handelns.
Signale & Trail
Kinetischer Trail — grünDer Haupttrend zeigt nach oben
Kinetischer Trail — grauDer Haupttrend zeigt nach unten
Kleines Dreieck unter der KerzeFrühzeitiges Kaufsignal — reagiert schneller als der Haupttrail
Kleines Dreieck über der KerzeFrühzeitiges Verkaufssignal
KAUF / VERKAUFHauptsignal — der Trail dreht die Richtung
Elite-Signal mit SternScore, Zeitebenen und Trailwechsel stimmen gleichzeitig überein
Zonen & Struktur
Grüne BoxBullische Zone — FVG, Order Block, Ablehnungsblock, BPR oder OTE
Graue BoxBärische Zone — dieselben Typen in Gegenrichtung
Verblasste BoxZone wurde durchbrochen — wird zum Brecher- oder Mitigations-Block
Gestrichelte WaagerechteStrukturlevel — beschriftet mit BOS oder CHoCH
Waagerechtes BandLiquiditäts-Level — kräftigere Farbe heißt mehr Volumen
Kreis am ExtrempunktBestätigter Liquiditäts-Sweep
TH · TT · WH · WT · MH · MTHoch und Tief von Tag, Woche und Monat
Trade-Management
Rote gestrichelte LinieStop-Loss. Wechselt nach Break-Even zur Beschriftung „SL (BE)"
Take-Profit-LinieKursziel mit Preisangabe
TP mit KreispfeilZiel wird live nachgeführt statt eingefroren — an VWAP gebunden
TP-ChecklisteWelche Ziele bereits erreicht wurden
Punkt und Dreieck unter dem ChartSqueeze aktiv beziehungsweise aufgelöst
Farbcodierung der Zeitebenen
Dieselbe Farbe steht überall für dieselbe Zeitebene — bei VWAP, gleitenden
Durchschnitten und Hoch-Tief-Linien.
15 MinutenPink
1 StundeCyan
4 StundenOrange
TagBlau
WocheBernstein
MonatPink-Rot
Wie viel du sehen willst
B
Basic
Nur Haupttrail und Trade-Management. Ideal zum Einstieg und für kleine Bildschirme.
A
Advanced
Zusätzlich Preislücken, OTE und die Premium-Discount-Zonen.
E
Elite
Alles: BPR, Inducement, Equal Highs und Lows, SFP und sämtliche Divergenzen.
Empfehlung für den Anfang
Starte mit Basic. Zwanzig gleichzeitige Markierungen helfen niemandem, der die einzelnen Konzepte
noch nicht sicher auseinanderhält. Schalte erst dann auf Advanced, wenn du den Trail und das
Stop-Management routiniert liest.
Kapitel 08
Die Module
Über zwanzig eigenständige Engines arbeiten parallel. Jede beobachtet einen anderen
Aspekt und gibt ihre Stimme an die zentrale Auswertung weiter.
Erkennung, Zusammenführung und Ausgabe sind bewusst getrennt. Dadurch lässt sich ein
einzelnes Modul erweitern, ohne dass die Auswertung oder die Darstellung angefasst werden muss.
Struktur-Module
FVG-Engine
Erkennt Preislücken über drei Kerzen, verfolgt ihren Füllstand und markiert Antastungen, die außerhalb schließen.
Order-Block-Engine
Findet Akkumulationszonen über die zugehörige Lücke und merkt sich für jede, ob sie unberührt, getestet oder gebrochen ist.
Ablehnungsblock
Reine dochtbasierte Ablehnungskerzen an bestätigten Wendepunkten, ergänzend zu den Order Blocks.
BOS / CHoCH
Liest die Marktstruktur aus fraktalen Wendepunkten und meldet Brüche in und gegen die Trendrichtung.
Equal Highs / Lows
Doppelte Level innerhalb einer volatilitätsabhängigen Toleranz — klassische Sammelstellen für Stop-Orders.
SFP
Gescheiterte Ausbrüche an einzelnen Swing-Punkten, verwandt mit dem Sweep, aber feiner aufgelöst.
Liquiditäts-Module
Liquiditäts-Level
Drei Ebenen von Swing-Punkten gleichzeitig — schnell, mittel und langsam. Jedes Level wird nach dem Volumen gewichtet, das sich in seiner Nähe angesammelt hat.
Sweep-Erkennung
Meldet abgeräumte Stop-Zonen. Erkennt zusätzlich Zwangsliquidationen, wenn eine Kerze mehrere Level gleichzeitig mit dem Körper durchbricht.
Inducement
Erkennt Köder-Sweeps, bestätigt sie aber erst, wenn innerhalb eines Zeitfensters wirklich ein Strukturbruch folgt.
BPR
Überlappungen gegenläufiger Preislücken als besonders ausgeglichene Reaktionszonen.
Höhere Zeitrahmen
Hoch und Tief von Tag, Woche und Monat als durchgehende Referenzlinien im Chart.
Zonen & Einstieg
OTE-Zone
Berechnet den Rücklaufbereich zwischen 62 % und 79 % der zuletzt erkannten Bewegung als Einstiegszone.
Premium / Discount
Teilt die aktuelle Spanne und zeigt, ob der Kurs gerade teuer oder günstig steht.
Kinetischer Kern
Der Trendmotor auf Basis der Schwankungsbreite. Liefert Richtung, mitlaufende Grenze und die Hauptsignale.
Impuls-Erkennung
Eine zweite, schnellere Variante desselben Motors. Warnt früher, dafür mit mehr Fehlsignalen.
MA Trail & Wolke
Gleitender Durchschnitt mit Sperrklinke, der sich nur in Trendrichtung bewegt.
Ziel-Engine
Baut gestaffelte Kursziele aus echten Marktleveln und schiebt sie nach, sobald das oberste erreicht ist.
Kontext & Momentum
Multi-Timeframe
Prüft bis zu fünf Zeitebenen gleichzeitig und liefert sowohl einen harten Filter als auch eine graduelle Übereinstimmung.
RSI- & MACD-Divergenz
Zwei vollständig getrennt arbeitende Erkennungen für nachlassenden Schwung.
SMT-Divergenz
Vergleicht automatisch mit einem verwandten Symbol und deckt abweichende relative Stärke auf.
Marktregime
Ordnet den Markt in Trend oder Seitwärts ein, feiner unterteilt in Expansion, Kompression, Verteilung und Aufbau.
Volume Intelligence
Verdichtet relatives Volumen, On-Balance-Volume und Geldfluss zu einem einzigen Wert.
Volatilität
Durchschnittliche Tagesspanne plus Squeeze-Erkennung für Kompression vor einer Bewegung.
Kapitel 09
Das Konfluenz-System
Konfluenz bedeutet Zusammenfluss: Mehrere voneinander unabhängige Module zeigen
gleichzeitig in dieselbe Richtung. Je mehr davon übereinstimmen, desto tragfähiger das Setup.
Sechs von sieben Bausteinen zeigen nach oben, einer dagegen. Daraus entsteht kein
Streit, sondern ein gewichteter Wert.
Warum Unabhängigkeit entscheidend ist
Konfluenz ist nur dann aussagekräftig, wenn die beteiligten Module tatsächlich
unabhängige Information liefern. Zwei Module, die im Kern denselben Datenpunkt bloß unterschiedlich
verpacken, erzeugen Scheinsicherheit: Es sieht nach zwei Bestätigungen aus, ist aber nur eine.
Die STRUKTOR-Module wurden deshalb bewusst so zugeschnitten, dass jedes einen anderen
Aspekt des Marktgeschehens abdeckt:
Aspekt
Beantwortet die Frage
Zuständige Module
Struktur
In welche Richtung baut der Markt gerade?
BOS, CHoCH, Swing-Punkte
Liquidität
Wo liegen Aufträge, die angesteuert werden könnten?
Level-Engine, Sweeps, EQH/EQL
Position
Ist der Kurs relativ zu Referenzpunkten teuer oder günstig?
Premium/Discount, VWAP, OTE
Momentum
Nimmt die Kraft hinter der Bewegung zu oder ab?
RSI, MACD, SMT, Volumen
Kontext
Passt das Ganze zum übergeordneten Bild?
Multi-Timeframe, Marktregime
Ein Beispiel für Scheinkonfluenz
Der MA Trail bekommt seine Richtung vom Kinetischen Kern. Beide zeigen deshalb nie gegeneinander.
Das sieht aus wie doppelte Bestätigung, ist aber dieselbe Information zweimal gezeichnet — weshalb
der MA Trail im Score bewusst nur die Hälfte des Gewichts des Kerns bekommt.
Von der Konfluenz zum Score
Die Decision Engine formalisiert das Prinzip. Jedes zutreffende Modul liefert seine
Gewichtung als Stimme für eine Richtung. Das Ergebnis ist kein simples Auszählen, sondern eine
gewichtete Summe — wichtigere Bausteine wie der Kern-Trend zählen mehr als Nebenfaktoren.
Der Unterschied wird an einem Beispiel deutlich. Drei kleine Module gegen einen
starken: Beim reinen Auszählen stünde es drei zu eins. Gewichtet können dieselben drei Module zusammen
30 Punkte auf die Waage bringen, der eine starke 20 plus sein Umfeld — und die Sache steht ganz anders.
Die rohe Stimmenzahl als zweite Perspektive
Weil die Gewichtung nicht für jeden intuitiv ist, zeigt das Dashboard zusätzlich eine
ungewichtete Zählung — etwa „6 von 8 Signalen für Long". Diese Zahl ist leichter zu lesen und dient als
unabhängige Gegenprobe zum gewichteten Wert.
Laufen beide auseinander — hoher Score, aber knappe Stimmenzahl — heißt das:
Wenige, dafür schwergewichtige Module tragen die Aussage. Das ist nicht automatisch schlechter, aber
ein Hinweis, genauer hinzusehen.
Gegenargumente sind gleichberechtigt
Die meisten Werkzeuge zeigen nur, was für ein Setup spricht. STRUKTOR listet
symmetrisch auch auf, welche Bausteine widersprechen — in derselben Ausführlichkeit und an derselben
Stelle im Dashboard.
Das ist bewusst so gebaut. Ein Score von 82 Prozent bedeutet zwangsläufig, dass
18 Prozent der Gewichtung dagegen zeigen. Diese 18 Prozent verschwinden zu lassen, wäre ein
Ehrlichkeitsproblem — sie zu benennen macht die Zahl erst brauchbar.
Kapitel 10
Der Score
Das Herzstück: Wie aus über zwanzig Modulen ein einziger Prozentwert und eine
Qualitätsstufe entstehen.
Acht Bausteine, hundert Punkte
Jeder Baustein bekommt ein festes Grundgewicht. Zusammen ergeben sie hundert. Für jeden
wird geprüft, ob er gerade bullisch oder bärisch ausschlägt, und sein Gewicht der entsprechenden Seite
zugeschlagen.
Kinetischer Kern20
Übergeordneter Trend15
BOS / CHoCH Struktur15
MA Trail10
Premium / Discount10
VWAP-Position10
Liquiditäts-Sweep10
Volumen-Bestätigung10
Nicht immer zählen alle mit
Manche Bausteine sind zeitweise gar nicht anwendbar — die Struktur zählt beispielsweise erst, wenn
überhaupt ein Bruch erkannt wurde. Der Score rechnet dann nur mit den Gewichten, die gerade
tatsächlich greifen. Deshalb ist er ein Verhältnis und keine schlichte Addition.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, sechs von acht Bausteinen sind gerade anwendbar und verteilen sich so:
Baustein
Gewicht
Richtung
Kinetischer Kern
20
bullisch
Übergeordneter Trend
15
bullisch
BOS / CHoCH
15
bullisch
MA Trail
10
bullisch
Premium / Discount
10
bärisch
Volumen
10
bullisch
Bullisch zusammen: 20 + 15 + 15 + 10 + 10 = 70.
Anwendbar insgesamt: 80. Der Score beträgt damit 70 geteilt durch 80,
also 87,5 Prozent bullisch — Qualitätsstufe A+.
Anpassung an die Marktlage
Die Grundgewichte sind nur der Ausgangspunkt. Erkennt die Engine einen Trendmarkt,
werden Trend, übergeordneter Zeitrahmen und MA Trail automatisch um die Hälfte höher gewichtet, während
Liquidität, Zonen und Sweeps um zwei Fünftel zurückgenommen werden. Im Seitwärtsmarkt kehrt sich das um
— dort sind Zonengrenzen aussagekräftiger als eine Trendrichtung, die es nicht gibt.
Abschaltbar
Wer lieber mit unveränderlichen Gewichten arbeitet, kann diese Anpassung deaktivieren. Dann gilt
immer die Grundverteilung aus der Tabelle oben.
Die fünf Qualitätsstufen
ELITE
ab 90 %
Alles zeigt in dieselbe Richtung
A+
80 – 89 %
Sehr starke Übereinstimmung
A
70 – 79 %
Solides Setup
B
60 – 69 %
Brauchbar, aber dünner
VERWERFEN
unter 60 %
Zu widersprüchlich
Wann ein Elite-Signal entsteht
Drei Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein: ein Score von mindestens 85 Prozent, eine
Übereinstimmung über die Zeitebenen von mindestens 80 Prozent, und ein frischer Richtungswechsel des
Kern-Trails in dieselbe Richtung. Fehlt eines davon, bleibt es bei A+ — auch bei sehr hohem Score.
Was die Engine sonst noch ausgibt
Warum?
Listet jede aktuell erfüllte Bestätigung einzeln auf. Du siehst nicht nur den Wert, sondern seine Bestandteile.
Gegenargumente
Zeigt symmetrisch, welche Bausteine der überwiegenden Richtung widersprechen — bewusst genauso sichtbar wie die Bestätigungen.
Rohe Stimmenzahl
Ungewichtet gezählt, etwa „6 von 8 Signalen für Long". Leichter zu lesen als der gewichtete Wert.
Liquidity-Stärke
Wie frisch der letzte Sweep war. 100 Prozent heißt gerade eben, über zwanzig Kerzen sinkt der Wert auf null.
SMC-Stärke
Anteil der reinen Strukturbausteine, die mit der überwiegenden Richtung übereinstimmen.
Signal-Reife
Erkennt, ob sich ein Score über mehrere Kerzen aufbaut, bevor er die Elite-Schwelle erreicht — ein langsam wachsender Wert ist belastbarer als ein Sprung.
Der wichtigste Satz zum Score
Ein Wert von 90 Prozent bedeutet nicht, dass neun von zehn solchen Trades gewinnen. Er bedeutet,
dass 90 Prozent der gerade anwendbaren Gewichtung in dieselbe Richtung zeigt. Das ist eine Aussage
über die Übereinstimmung der Hinweise, nicht über die Zukunft. Auch ein Elite-Signal kann verlieren —
und wird es regelmäßig tun.
Kapitel 11
Zeitrahmen
Du musst nichts einstellen. Beim Wechsel des Charts rechnet STRUKTOR alle Kernwerte neu
— und prüft zusätzlich automatisch die übergeordnete Ebene mit.
Warum das nötig ist
Die meisten Indikatoren nutzen dieselbe Pivot-Länge und dieselbe Empfindlichkeit,
egal ob der Chart auf einer Minute oder auf einem Tag steht. Das kann nicht funktionieren: Was auf dem
1-Minuten-Chart eine bedeutsame Struktur ist, ist auf dem Tageschart Rauschen. Und umgekehrt übersieht
eine auf Tagesbasis eingestellte Empfindlichkeit auf der Minute schlicht alles.
STRUKTOR liest deshalb die Dauer einer Kerze in Sekunden aus und wählt daraus eines
von vier Profilen.
SCALPING
bis 3 Minuten
Sensitivität1.5
ATR-Fenster7
Pivot-Länge3
Impuls-Sens.1.0
MAEMA 13
BOS-Länge4
P/D Rückblick30
FVG-Filter0.15
INTRADAY
bis 15 Minuten
Sensitivität2.0
ATR-Fenster10
Pivot-Länge5
Impuls-Sens.1.3
MAWMA 20
BOS-Länge6
P/D Rückblick50
FVG-Filter0.0
SWING
bis 4 Stunden
Sensitivität2.5
ATR-Fenster14
Pivot-Länge7
Impuls-Sens.1.6
MAHMA 34
BOS-Länge10
P/D Rückblick80
FVG-Filter0.25
POSITION
Tageschart und höher
Sensitivität3.0
ATR-Fenster21
Pivot-Länge10
Impuls-Sens.2.0
MAEMA 50
BOS-Länge14
P/D Rückblick100
FVG-Filter0.4
Was die Werte bedeuten. Die
Sensitivität steuert, wie träge der Haupttrail reagiert — höher heißt weniger Fehlsignale, dafür
späterer Einstieg. Die Pivot-Länge legt fest, wie viele Kerzen links und rechts ein Hoch bestätigen
müssen. Der FVG-Filter blendet Lücken aus, die kleiner sind als der angegebene Anteil der
Schwankungsbreite.
Der übergeordnete Zeitrahmen
Parallel dazu läuft immer eine größere Ebene im Hintergrund mit. Sie wird automatisch
passend zu deinem Chart gewählt:
Dein Chart
Prüft gegen
1 – 3 Minuten
15 Minuten
5 – 15 Minuten
1 Stunde
30 Minuten – 1 Stunde
4 Stunden
2 – 4 Stunden
Tageschart
Tageschart und höher
Wochenchart
Zwei Mechanismen, nicht einer
01
Der harte Filter
Blockiert Signale, die der übergeordneten Richtung widersprechen. Bewusst streng — er soll
Einstiege gegen den großen Trend verhindern. Abschaltbar, aber standardmäßig aktiv.
02
Die Abstimmung
Zählt die Trendrichtung auf fünf Ebenen gleichzeitig — 5 Minuten, 15 Minuten, 1 Stunde,
4 Stunden, Tag — und macht daraus einen Prozentwert für den Score.
Der Unterschied ist wichtig. Der Filter kennt nur ja oder
nein. Die Abstimmung erlaubt Zwischentöne: Bei vier von fünf Ebenen ergibt sich eine Übereinstimmung
von 80 Prozent, die angemessen einfließt, statt das Signal komplett zu verwerfen.
Du behältst die Kontrolle
Die Automatik lässt sich vollständig abschalten. Dann setzt du jeden Parameter selbst — sinnvoll,
wenn du einen Markt handelst, der sich anders verhält als Gold oder Bitcoin, auf denen die Profile
entwickelt wurden.
Kapitel 12
Trade-Management
Der Einstieg ist nur die halbe Arbeit. STRUKTOR begleitet die Position von der
Stop-Berechnung bis zum letzten Teilverkauf.
Der Stop-Loss
Der Stop ist die wichtigste Zahl in jedem Trade — er legt fest, was der Trade
höchstens kosten darf. STRUKTOR bietet fünf Wege, ihn zu bestimmen. Der entscheidende Gedanke bei allen:
Der Stop soll dort liegen, wo die Idee hinter dem Trade widerlegt wäre, nicht auf einer runden Zahl.
Modus
Woran er sich orientiert
Wann sinnvoll
ATR
Fester Abstand nach aktueller Schwankungsbreite
Wenn kein klares Level in der Nähe liegt
Swing
Letztes Swing-Hoch oder -Tief der vergangenen 20 Kerzen
Klassisch und robust bei sauberer Struktur
Order Block
Nächstgelegener, noch ungetesteter Order Block
Wenn die Idee auf einer Zone beruht
Liquidität
Nächstes Liquiditäts-Level in Gegenrichtung
Um nicht direkt vor einem Stop-Cluster zu liegen
Auto
Wählt selbstständig das nächstgelegene der drei realen Level
Standard — nimmt dir die Entscheidung ab
Der Puffer
Zu allen levelbasierten Modi kommt ein einstellbarer Puffer nach Schwankungsbreite hinzu. Ohne ihn
läge der Stop exakt auf dem Level — also genau dort, wo bei einem Sweep die Dochte hinreichen. Ein
kleiner Abstand darunter verhindert, dass du beim üblichen Abgreifen mit herausfliegst.
Die Kursziele
Viele Indikatoren setzen Ziele als schlichtes Vielfaches des Risikos. STRUKTOR geht
anders vor: Zuerst wird gesucht, ob in Trade-Richtung überhaupt echte Marktlevel liegen — Liquiditäts-
zonen, noch ungetestete Order Blocks, VWAP- und verankerte VWAP-Linien. Diese werden nach Nähe zum
Einstieg sortiert und der Reihe nach als Ziele vergeben.
Erst wenn zu wenige echte Level in erreichbarer Nähe liegen, füllt eine
Fibonacci-Erweiterung die restlichen Plätze auf. Diese Lückenfüller skalieren zusätzlich mit der
Trendstärke: In einem kräftigen Trend werden sie weiter gesetzt, in einem schwachen näher.
Ziele entstehen aus echten Marktleveln, nicht aus willkürlichen Vielfachen. Das Symbol
↻ markiert Ziele, die jede Kerze neu berechnet werden.
Break-Even und Trailing
Sobald der Gewinn dem ursprünglichen Risiko entspricht — also 1 R erreicht ist —
wandert der Stop automatisch auf den Einstiegspreis. Ab diesem Moment kann der Trade nichts mehr kosten.
Bei 1,5 R übernimmt ein Trailing-Stop, der sich an der Schwankungsbreite orientiert und ausschließlich
in Gewinnrichtung nachzieht, niemals zurück.
Der Stop wandert in drei Phasen: fest, dann auf Einstieg, dann mitlaufend — und in
keiner Phase jemals zurück.
RR 1.0
Break-Even
Der Stop springt auf den Einstiegspreis. Die Beschriftung wechselt zu „SL (BE)". Ab hier ist der
Trade risikofrei — abgesehen von Gebühren und Slippage.
RR 1.5
Trailing
Ein Stop nach Schwankungsbreite zieht automatisch nach, aber nur in Gewinnrichtung. Läuft der
Kurs weiter, sichert er laufend mehr ab.
↻
Live-Ziele
An VWAP gebundene Ziele werden nicht eingefroren, sondern jede Kerze neu berechnet — sie bewegen
sich mit dem Markt.
✔
Fortschritt
Eine Checkliste zeigt, welche Ziele bereits erreicht sind. Ist die letzte Stufe voll, baut die
Engine automatisch eine weiter entfernte auf.
Was STRUKTOR nicht tut
Die Engine platziert keine Orders und handelt nichts automatisch. Sie berechnet und zeigt Level an
— das Setzen von Stop und Ziel bei deinem Broker bleibt deine Aufgabe. Auch die Positionsgröße
bestimmst du selbst; sie ergibt sich aus deinem Stop-Abstand und dem Anteil deines Kontos, den du je
Trade riskieren willst.
Kapitel 13
Das Dashboard
Alle Kennzahlen der Engine laufen in einer Tabelle im Chart zusammen — wahlweise
kompakt fürs Handy oder vollständig für den großen Bildschirm.
So etwa sieht das Panel im Chart aus. Position und Größe sind frei wählbar.
Kompaktmodus — acht Zeilen
Für die TradingView-App gedacht, wo eine große Tabelle den halben Chart verdeckt.
Enthält nur die Kernzeilen: Trend, Momentum, Volumen, Liquidität, übergeordneter Zeitrahmen,
Probability und Trade-Qualität. Genug für eine schnelle Einschätzung unterwegs.
Vollständige Ansicht
Auf dem Desktop kommen zahlreiche weitere Zeilen dazu:
Zeile
Was sie zeigt
Preisänderung
Wie weit der Kurs seit dem letzten Signal gelaufen ist, in Prozent
Live RR
Aktuelles Chance-Risiko-Verhältnis. 1.00 heißt: Gewinn entspricht dem Anfangsrisiko
RSI
Momentum-Oszillator mit Richtungspfeil zur Vorkerze
MFI
Wie der RSI, aber zusätzlich mit dem Volumen gewichtet
Kraftindex
Ob per Saldo Geld zu- oder abfließt
Momentum
Kursveränderung über die letzten zehn Kerzen
Volatilität
Schwankungsbreite als Prozentsatz des Kurses
ADX
Trendstärke. Ab 25 färbt sich der Wert grün
Trendstärke
Wie geradlinig der Kurs verläuft, von −1 bis +1
Volumen
Hoch oder normal, gemessen am Durchschnitt
Nächste Liquidität
Wo das nächste bedeutsame Level liegt
ADR / Squeeze
Genutzte Tagesspanne und Kompressions-Status
Marktregime
Trend oder Seitwärts, plus die feinere Marktphase
Signal-Reife
Ob sich der Score aufbaut oder gerade erst gesprungen ist
Rohe Stimmen
Ungewichtet gezählt, etwa „6 von 8 für Long"
Risiko-Warnung
Meldet ungewöhnliche Bedingungen, etwa extreme Volatilität
Preset-Modus
Ob die Automatik greift und welcher Zeitrahmen erkannt wurde
Anpassen
◱
Vier Positionen
Oben rechts, unten rechts, oben links oder unten links — je nach Chart-Layout.
Aa
Fünf Größen
Von sehr klein bis sehr groß, passend zu Bildschirmgröße und Zoomstufe.
☰
Sektionen einzeln
Jeder Block lässt sich separat ausblenden, um die Tabelle kurz zu halten.
▤
Heatmap
Optional statt Zahlen eine Balkendarstellung für Trend, Momentum, Volumen, Liquidität und
Struktur.
Bewusst begrenzt
Trotz der Fülle möglicher Kennzahlen ist der Kompaktmodus fest auf acht Zeilen beschränkt. Mehr
Information ist nicht automatisch besser, wenn sie im entscheidenden Moment vom Chart ablenkt.
Kapitel 14
Architektur & Technik
Wie die Teile technisch ineinandergreifen — und warum die Plattformgrenzen von
TradingView die Bauweise mitbestimmt haben.
Drei Schichten
Die Architektur trennt bewusst drei Aufgaben voneinander:
Erkennung durch die einzelnen Module,
Zusammenführung in der Decision Engine, und
Ausgabe über Dashboard, Trade-Management und Alarme.
Diese Trennung erlaubt es, ein einzelnes Modul zu erweitern oder auszutauschen, ohne
die Auswertungslogik oder die Darstellung anfassen zu müssen. In der Softwareentwicklung nennt man das
Trennung der Zuständigkeiten — hier bedeutet es konkret, dass ein neues Erkennungsmodul nur seine
Stimme abgeben muss und sich um nichts weiter kümmert.
Die Objekt- und Rechenbudgets
Pine Script begrenzt bewusst, wie viele Linien, Boxen und Beschriftungen ein Indikator
gleichzeitig zeichnen darf, und wie viele Abfragen anderer Zeitebenen parallel laufen können. Diese
Grenzen schützen die Leistung der Plattform für alle Nutzer.
Ein funktionsreicher Indikator muss diese Budgets aktiv verwalten. STRUKTOR entfernt
ältere Objekte automatisch, sobald neue entstehen — bei Liquiditäts-Leveln, bei den
Multi-Timeframe-Linien und bei den Strukturen gleichermaßen. Zusätzlich nutzen rechenintensive Module
bewusst Linien statt Plots, weil das Plot-Budget mit 64 Einträgen deutlich knapper bemessen ist als das
Linien-Budget mit 500.
Ressource
Obergrenze
Wie STRUKTOR damit umgeht
Boxen
500
Zonen werden nach Anzahl begrenzt, älteste fallen heraus
Linien
500
Bevorzugtes Darstellungsmittel statt Plots
Beschriftungen
300
Alte Signalmarkierungen werden gelöscht
Polylines
50
Nur für die Tiefenkurve genutzt
Plots
64
Bewusst sparsam — deshalb Linien für Level
Fremd-Zeitebenen
40
Fünf parallele Ebenen plus HTF-Filter
Historientiefe
5.000 Kerzen
Zonen und Level werden über die sichtbare Historie verfolgt
Technische Eckdaten
Eigenschaft
Wert
Plattform
TradingView
Skriptsprache
Pine Script v6
Darstellungstyp
Overlay — direkt im Preis-Chart
Analysemodule
über 20 eigenständige Engines
Zeitrahmen
1 Minute bis Monatschart, vollautomatisch
Parallele Zeitebenen
fünf gleichzeitig (5m / 15m / 1H / 4H / Tag)
Sprache der Oberfläche
vollständig Deutsch
Asset-Klassen
alle auf TradingView verfügbaren Symbole
Primär getestet
Gold (XAU) und Bitcoin
Voraussetzungen
Da STRUKTOR vollständig innerhalb von TradingView läuft, gelten dieselben
Voraussetzungen wie für die Plattform selbst: ein aktueller Browser oder die Desktop- beziehungsweise
Mobil-App. Bei gleichzeitig aktivierten rechenintensiven Modulen — insbesondere Liquiditäts-Tiefenkurve
und Multi-Timeframe-Durchschnitte zusammen — empfiehlt sich eine stabile Verbindung, weil mehrere
Zeitebenen parallel abgefragt werden.
Zusammenspiel mit anderen Indikatoren
Da STRUKTOR bereits nahe an mehreren dieser Obergrenzen arbeitet, kann die gleichzeitige Nutzung
weiterer objektintensiver Indikatoren auf demselben Chart zu Budget-Konflikten führen — sichtbar als
unvollständige Darstellung oder als Laufzeitfehler. Der Kompaktmodus und die Basic-Darstellung
reduzieren diesen Bedarf spürbar.
Kapitel 15
Warum STRUKTOR
Keine pauschale Überlegenheitsbehauptung, sondern eine konkrete Antwort auf acht
wiederkehrende Schwächen bestehender Werkzeuge.
Acht beobachtete Probleme
Diese Bestandsaufnahme entstand beim Testen mehrerer etablierter Anbieter im
Livehandel. Sie richtet sich nicht gegen deren grundsätzliche Qualität — viele bieten hervorragende
visuelle Umsetzung. Sie beschreibt strukturelle Lücken.
#
Beobachtetes Problem
Antwort von STRUKTOR
01
Zerstückelte Darstellung. Einzelne Elemente werden zuverlässig gezeichnet, aber nie zu einer Aussage verbunden. Der Trader sieht fünf bullische und drei bärische Markierungen gleichzeitig und muss selbst gewichten.
Gewichtete Decision Engine als zentrale Zusammenführung
02
Feste Parameter über alle Zeitrahmen. Dieselbe Pivot-Länge auf 1 Minute wie auf dem Tageschart. Was auf der Minute Struktur ist, ist auf dem Tag Rauschen — und umgekehrt.
Automatische Anpassung mit vier Profilen
03
Kein Abgleich mit der übergeordneten Ebene. Signale gegen den großen Trend führen nachweislich zu mehr Fehlsignalen. Nur wenige Werkzeuge prüfen das eingebaut mit.
Eingebauter Filter plus Abstimmung über fünf Ebenen
04
Keine Qualitätsunterschiede. Ein Kaufsignal erscheint oder erscheint nicht. Ob es gerade so qualifiziert oder außergewöhnlich stark ist, bleibt unsichtbar — obwohl genau das fürs Risikomanagement zählt.
Fünf Stufen von Elite bis Verwerfen
05
Undurchsichtige Rechenlogik. Quellcode verschlüsselt, mit Verweis auf proprietäre Algorithmen. Für den Nutzer heißt das: blindes Vertrauen ohne Prüfmöglichkeit.
Jede Gewichtung und jede Schwelle offengelegt
06
Schwaches Trade-Management. Viele Werkzeuge enden bei der Einstiegserkennung — ohne strukturbasierten Stop, ohne Ziele aus echten Leveln, ohne Break-Even oder Trailing.
Vollständige Begleitung bis zum gestaffelten Ausstieg
07
Budget-Überschreitungen. Funktionsreiche Indikatoren stoßen an die Objekt- und Rechengrenzen der Plattform — mit Laufzeitfehlern oder unvollständiger Darstellung als Folge.
Budgets werden aktiv verwaltet und begrenzt
08
Unerklärte Prozentwerte. Selbst Werkzeuge mit Score liefern selten eine Begründung, welche Faktoren dazu beigetragen haben. Der Wert wird zur Blackbox innerhalb der Blackbox.
Über zwanzig Module werden zu einem Wert von 0 bis 100 verdichtet — mit klarer Richtung und Qualitätsstufe statt acht widersprüchlicher Einzelmarkierungen.
Keine Parameterpflege
Sämtliche Kernwerte werden aus dem Chart-Timeframe berechnet. Ein Wechsel von 15 Minuten auf 4 Stunden erfordert keine Neukalibrierung.
Übergeordnete Ebene läuft mit
Statt manuell zwischen Charts zu wechseln, filtert die größere Zeitebene automatisch im Hintergrund — abschaltbar, aber standardmäßig aktiv.
Score bleibt erklärbar
Die Zeile „Warum?" zeigt jede erfüllte Bestätigung, die Gegenseite ebenso. Nichts bleibt als bloße Zahl stehen.
Vollständig dokumentiert
Jede Formel, jede Gewichtung, jeder Schwellenwert ist nachlesbar — auch in diesem Handbuch.
Aktiv budgetiert
Objekt- und Plot-Budgets werden bewusst verwaltet, um Laufzeitfehler zu vermeiden.
Einordnung gegenüber anderen Werkzeugen
Hinweis zur Methodik
Der folgende Vergleich bewertet öffentlich bekannte Funktionskategorien. Er beruht auf allgemein
zugänglicher Produktbeschreibung, nicht auf einer erschöpfenden Detailprüfung jeder Version.
Funktionsumfänge und Preise ändern sich laufend — für eine aktuelle Einschätzung lohnt immer der
Blick auf die jeweilige Produktseite.
Funktionskategorie
STRUKTOR
Typische SMC-Suiten
Order Blocks & Preislücken
✓
✓
BOS/CHoCH-Erkennung
✓
✓
Liquiditäts-Level mit Volumengewichtung
✓
teilweise
Vollautomatische Zeitrahmen-Anpassung
✓
selten
Eingebauter Multi-Timeframe-Filter
✓
teilweise
Gewichtete Decision Engine mit Score
✓
selten
Offengelegte Gewichtung
✓
selten öffentlich
Fünfstufige Qualitätsklassifizierung
✓
selten
Dynamisches SL/TP mit Break-Even
✓
teilweise
SMT-Divergenz mit Symbolvergleich
✓
teilweise
Deutschsprachige Oberfläche
✓
meist Englisch
Etablierte Marktpräsenz & Nutzerbasis
im Aufbau
✓
Community & Schulungsmaterial
im Aufbau
✓
Wo etablierte Anbieter im Vorteil sind
Anbieter mit langer Marktpräsenz verfügen über deutlich größere Nutzergemeinschaften,
umfangreichere Video- und Schulungsinhalte sowie ein breiteres Portfolio über mehrere Indikatoren und
Handelsstile hinweg. Diese Reife lässt sich nicht kurzfristig aufholen und ist ein legitimer Vorteil,
den STRUKTOR aktuell nicht bietet.
Hinzu kommt: Manche Trader bevorzugen bewusst maximale Flexibilität durch viele
unabhängig konfigurierbare Einzelwerkzeuge statt einer vorgegebenen Gewichtungslogik. Das ist eine
Frage des Arbeitsstils, nicht eindeutig besser oder schlechter.
Ehrliche Grenzen
STRUKTOR ist kein Perpetuum Mobile der Marktanalyse. Wie jedes technische Werkzeug
beschreibt es Wahrscheinlichkeiten auf Basis historischer Muster — keine Gewissheiten.
Ein Elite-Signal mit 92 Prozent Score bedeutet nicht 92 Prozent Trefferwahrscheinlichkeit
im statistischen Sinn, sondern eine besonders hohe Übereinstimmung mehrerer unabhängiger Faktoren.
Dieser Unterschied ist wichtig genug, um ihn dreimal zu wiederholen.
Kein Versprechen
STRUKTOR ersetzt kein Risikomanagement und keine eigene Marktbeurteilung. Jede Kennzahl in diesem
Handbuch beschreibt die interne Logik der Engine, nicht eine Gewinngarantie.
Kapitel 16
Modul-Bewertung
Eine offene Selbsteinschätzung, wie ausgereift und wie nützlich jedes Modul tatsächlich
ist — auch das gehört zum Anspruch auf Nachvollziehbarkeit.
Wie diese Bewertung zu lesen ist
Reife beschreibt, wie ausgiebig ein Modul gegen reale
Marktbedingungen auf Gold und Bitcoin geprüft wurde. Nutzen beschreibt die
Einschätzung, wie stark es zur Gesamtqualität der Entscheidung beiträgt — nicht, wie technisch komplex
es ist.
Ein Modul mit drei statt fünf Sternen ist nicht schlecht. Es ist realistisch als
unterstützende statt tragende Komponente eingeordnet.
Modul
Reife
Praktischer Nutzen
BOS/CHoCH-Struktur
★★★★★
Kernbaustein mit hoher Gewichtung
Liquiditäts-Level
★★★★★
Die Volumengewichtung macht Level erst unterscheidbar
Decision Engine
★★★★★
Das zentrale Zusammenführungsmodul
Multi-Timeframe
★★★★★
Reduziert Fehlsignale spürbar
FVG-Engine
★★★★
Bewährtes, klassisches Konzept
Order-Block-Engine
★★★★
Das Verfolgen des Retest-Status bringt Zusatznutzen
Zeitrahmen-Automatik
★★★★
Spart die manuelle Kalibrierung vollständig
Trade-Management
★★★★
Strukturbasierte Level statt reiner Festwerte
Sweep- und SFP-Erkennung
★★★★
Zuverlässig bei klaren Liquiditätsgriffen
RSI-/MACD-Divergenz
★★★
Klassisch — am besten als Zusatzbestätigung
SMT-Divergenz
★★★
Nützlich, aber abhängig von der Verfügbarkeit des Vergleichssymbols
Marktregime
★★★
Heuristische Annäherung, keine exakte Phasenanalyse
Volume Intelligence
★★★
Sinnvolle Ergänzung, kein eigenständiges Signal
Volatilität (ADR/Squeeze)
★★★
Guter Kontextgeber, sagt nichts über die Richtung
Warum das hier offen steht
Es wäre einfacher, alle Module mit fünf Sternen auszuzeichnen. Diese Einschätzung ist bewusst
differenziert — Module mit drei Sternen sind die Kandidaten für Weiterentwicklung, und du sollst
wissen, welchen Teilen der Engine du wie viel Gewicht geben solltest.
Roadmap
STRUKTOR ist der erste, bereits vollständig einsatzfähige Baustein. Weitere
Erweiterungen befinden sich in unterschiedlichen Planungsstadien.
Abgeschlossen
Die vollständige Smart-Money-Engine mit über zwanzig Modulen. Die komplette Dokumentation. Eine
Korrektur der sitzungsbasierten VWAP-Berechnung für einheitliches Verhalten über Plattformen hinweg.
In Entwicklung
Ein Nachbau der Engine in Python — dieselbe regelbasierte Logik außerhalb von TradingView, für
historische Auswertung und systematisches Backtesting. Damit lassen sich Trefferquoten je Markt und
Zeitrahmen erstmals messen statt schätzen.
Geplant: eine getrennte Markt-KI
Bewusst getrennt vom regelbasierten Ansatz ist eine zweite, datengetriebene Engine angedacht: ein
klassisches Lernverfahren, das eigenständig nach Mustern sucht — ergänzt um Makrodaten wie
Realzinsen, Dollar-Index und institutionelle Positionierung.
Sollte sie umgesetzt werden, würde sie niemals mit den STRUKTOR-Ergebnissen zu einer gemeinsamen
Aussage vermischt, sondern immer als eigenständige, klar gekennzeichnete zweite Perspektive
dargestellt. Du sollst jederzeit wissen, welche Art von Aussage du gerade vor dir hast.
Zeitplan bewusst offen
Dieses Handbuch beschreibt STRUKTOR als das, was es bereits ist: ein fertiges, eigenständig
nutzbares Werkzeug. Weitergehende Ideen befinden sich in einem frühen, unverbindlichen Stadium — ob
und in welcher Form sie kommen, ist nicht entschieden. Sorgfalt hat in jedem Fall Vorrang vor
Geschwindigkeit.
Fazit
STRUKTOR ist der Versuch, Smart-Money-Handel von einer Sammlung visueller
Einzelwerkzeuge zu einer nachvollziehbaren Entscheidungslogik weiterzuentwickeln. Dieses Handbuch hat
die vollständige Architektur offengelegt — von der Zeitrahmen-Automatik über die Module bis zur
gewichteten Auswertung. Kein Teil dieser Logik ist versteckt.
Was es ist: ein regelbasiertes Analysewerkzeug, das Marktstruktur und Liquidität
systematisch sichtbar macht. Was es nicht ist: ein Handelsbot, eine Gewinngarantie oder ein Ersatz für
eigenes Risikomanagement. Die Entscheidung liegt immer beim Trader — STRUKTOR liefert die strukturierte
Grundlage dafür, nicht die Entscheidung selbst.
Führt eine Erweiterung zu mehr Objektivität, mehr Nachvollziehbarkeit, mehr
struktureller Klarheit? Wenn ja, gehört sie zu STRUKTOR. Wenn nicht, gehört sie nicht dazu —
unabhängig davon, wie beeindruckend sie technisch wäre.
Kapitel 17
Zugang & Abo
Wie du an STRUKTOR kommst, was im Abo enthalten ist und was passiert, wenn du wieder
aufhörst.
In vier Schritten
Achte auf die Schreibweise
Deinen TradingView-Benutzernamen fragt die Preisseite ab, bevor es zu PayPal weitergeht. Du
musst danach nichts mehr schicken.
Wichtig ist nur die genaue Schreibweise. Der häufigste Grund für Verzögerungen ist ein
Benutzername, den es so nicht gibt. Falls du dich vertippt hast, schreib mir kurz, dann
korrigiere ich es.
Erst testen
14 TAGE
kostenlos
Voller Funktionsumfang, keine Einschränkung, keine
Zahlungsdaten nötig. Der Test endet nach vierzehn Tagen von selbst und geht nicht
automatisch in ein Abo über. Willst du danach weitermachen, schliesst du aktiv eines ab.
Die Laufzeiten
Alle drei enthalten denselben Funktionsumfang. Länger heisst günstiger pro Monat.
1 MONAT
99 USD
99.00 pro Monat
Verlängert sich jeden Monat automatisch, bis du kündigst.
3 MONATE
275 USD
91.67 pro Monat · 7,5 % günstiger
Du sparst 22 USD. Verlängert sich alle drei Monate automatisch.
6 MONATE
505 USD
84.17 pro Monat · 15 % günstiger
Du sparst 89 USD. Verlängert sich alle sechs Monate automatisch.
Verlängerung und Kündigung — bitte einmal lesen
Alle drei Abos verlängern sich automatisch um dieselbe Laufzeit, bis du kündigst. Beim
Monatsabo wird also jeden Monat abgebucht, beim Dreimonatsabo alle drei Monate, beim Halbjahresabo
alle sechs.
Kündigen kannst du jederzeit und ohne Frist — der Zugang bleibt dann bis zum Ende der
bereits bezahlten Laufzeit bestehen. Es gibt keine Mindestlaufzeit über die gebuchte Periode hinaus
und keine Kündigungsfrist, die du verpassen könntest.
Die Kündigung machst du selbst in deinem PayPal-Konto unter Zahlungen → Automatische
Zahlungen. Eine Nachricht an mich ist nicht nötig — schadet aber nichts, dann weiss ich Bescheid.
Alle Preise in US-Dollar. Bezahlt wird ausschliesslich
über PayPal, darüber laufen auch Verlängerung und Kündigung.
Die aktuell gültigen Preise stehen immer auf der Preisseite unter
natradingbyadi.com/indikatoren/struktor/preise/. Sollten die Angaben hier und dort
auseinandergehen, gilt das, was dort steht.
Was enthalten ist
Leistung
Im Abo
Alle Module und Darstellungsebenen
✓
Automatische Zeitrahmen-Anpassung
✓
Multi-Timeframe-Filter und Abstimmung
✓
Trade-Management mit Stop, Zielen, Break-Even und Trailing
✓
Dashboard in Kompakt- und Vollansicht
✓
Alle Alarme
✓
Dieses Handbuch
✓
Updates und neue Versionen
✓
Nutzung auf beliebig vielen Geräten
✓
TradingView-Konto
nicht enthalten
Der letzte Punkt wird häufig übersehen: STRUKTOR läuft
innerhalb von TradingView. Du brauchst dort ein eigenes Konto, dessen Kosten mit diesem Abo nichts zu
tun haben. Für den Indikator selbst genügt ein kostenloses Konto — willst du mehrere Indikatoren
gleichzeitig laufen lassen, brauchst du einen der Bezahlpläne von TradingView.
Häufige Punkte
Frage
Antwort
Wie lange dauert es?
In der Regel wenige Stunden. Falls nach einem Tag nichts passiert ist, schreib mich nochmal an — meist stimmt der Benutzername nicht ganz.
Auf wie vielen Geräten?
Auf beliebig vielen. Der Zugang hängt am Konto, nicht am Gerät — Handy, Laptop und Desktop-App gleichzeitig sind kein Problem.
Kann ich den Zugang teilen?
Nein. Er ist persönlich und an dein Konto gebunden.
Muss ich für Updates neu zahlen?
Nein. Neue Versionen erscheinen automatisch, solange das Abo läuft.
Was passiert bei Kündigung?
Der Indikator verschwindet aus deiner Liste. Charts und gespeicherte Einstellungen bleiben erhalten, falls du später zurückkommst.
Womit kann ich zahlen?
Ausschliesslich über PayPal. Dort kannst du mit Guthaben, Lastschrift oder Kreditkarte zahlen. Ein PayPal-Konto brauchst du in jedem Fall, weil darüber auch Verlängerung und Kündigung laufen.
Wie kündige ich?
In deinem PayPal-Konto unter Zahlungen → Automatische Zahlungen. Zwei Klicks, keine Frist, keine Begründung nötig.
Was passiert nach der Kündigung?
Der Zugang bleibt bis zum Ende der bereits bezahlten Laufzeit bestehen. Danach endet er automatisch.
Gibt es eine Testphase?
Ja, vierzehn Tage mit vollem Funktionsumfang. Sie ist Teil des Monatsabos: In dieser Zeit wird nichts abgebucht, danach startet das Abo automatisch. Kündigst du innerhalb der vierzehn Tage, zahlst du nichts.
Verlängert sich das Abo automatisch?
Ja, um dieselbe Laufzeit, bis du kündigst. Beim Monatsabo monatlich, beim Dreimonatsabo alle drei Monate, beim Halbjahresabo alle sechs.
Gibt es eine Mindestlaufzeit?
Nur die gebuchte Periode selbst. Danach kannst du jederzeit kündigen.
Werde ich vorher erinnert?
PayPal kündigt jede anstehende Abbuchung vorab per E-Mail an. Bei den längeren Laufzeiten melde ich mich zusätzlich.
Was du für dein Geld bekommst — und was nicht
Das Abo bezahlt den Zugang zu einem Analysewerkzeug. Es ist kein Signaldienst, keine
Vermögensverwaltung und keine Beteiligung an Handelsergebnissen.
Es wird kein bestimmtes Ergebnis geschuldet — weder ein Gewinn noch eine bestimmte Trefferquote.
Wer damit rechnet, dass ein Indikator profitables Handeln ersetzt, sollte das Geld lieber sparen.
STRUKTOR nimmt dir die Analysearbeit ab, nicht die Entscheidung und nicht das Risiko.
Kapitel 18
Häufige Fragen
Was Nutzer am Anfang typischerweise wissen wollen.
Handelt STRUKTOR automatisch für mich?
Nein. STRUKTOR ist ein Analysewerkzeug, kein Handelsroboter. Es zeichnet, berechnet
und bewertet — aber es platziert keine Orders. Jede Entscheidung und jede Ausführung liegt bei dir.
Bedeutet ein Score von 90 %, dass ich zu 90 % gewinne?
Nein, und dieser Punkt ist wichtig. Der Score misst, wie stark die aktuell
anwendbaren Bausteine in dieselbe Richtung zeigen. Er misst nicht, wie oft solche Setups historisch
aufgegangen sind.
Ein Elite-Signal kann verlieren, und wird es regelmäßig tun. Der Wert hilft dir bei der
Priorisierung — nicht dabei, das Risikomanagement zu ersetzen.
Auf welchem Zeitrahmen soll ich anfangen?
Für den Einstieg eignen sich 15 Minuten bis 1 Stunde am besten. Dort sind die
Strukturen klar genug erkennbar, und es bleibt Zeit zum Nachdenken.
Der 1-Minuten-Chart wirkt verlockend, weil ständig etwas passiert — genau das ist das Problem.
Es entstehen viele Signale, von denen ein großer Teil Rauschen ist, und die Entscheidungszeit ist
minimal.
Warum sehe ich weniger Markierungen als in diesem Handbuch beschrieben?
Vermutlich läuft die Darstellungsebene auf Basic. Dort werden bewusst nur
Haupttrail und Trade-Management gezeigt. BPR, Inducement, Equal Highs und Divergenzen erscheinen erst
in der Elite-Ansicht.
Außerdem sind einige Module ab Werk ausgeschaltet — die Premium-Discount-Zonen etwa, und die
Wochen- und Monatslinien.
Verändern sich Signale nachträglich?
Strukturbrüche und Kernsignale werden erst bei Kerzenschluss endgültig. Während
eine Kerze noch läuft, kann sich ein Zwischenstand ändern — das ist bei jedem Indikator so und kein
Fehler.
Zonen und Level, die auf bestätigten Wendepunkten beruhen, erscheinen naturgemäß erst einige
Kerzen nach ihrer Entstehung, weil ein Hoch erst dann ein Hoch ist, wenn rechts davon genug tiefere
Kerzen liegen.
Kann ich STRUKTOR mit anderen Indikatoren kombinieren?
Grundsätzlich ja. Beachte aber, dass TradingView die Zahl gleichzeitig gezeichneter
Objekte begrenzt. STRUKTOR arbeitet bereits nahe an diesen Grenzen — weitere objektintensive
Indikatoren auf demselben Chart können zu Darstellungsproblemen führen.
Der Kompaktmodus und die Basic-Ansicht reduzieren diesen Bedarf spürbar.
Funktioniert das auf jedem Markt?
Technisch auf allen Symbolen, die TradingView anbietet. Entwickelt und getestet
wurde vor allem auf Gold und Bitcoin.
Bei sehr illiquiden Märkten mit lückenhaftem Volumen arbeiten die volumenabhängigen Module —
VWAP, Volume Intelligence, die Level-Gewichtung — naturgemäß weniger zuverlässig.
Was mache ich, wenn sich Signale widersprechen?
Genau dafür gibt es den Score. Widersprüche sind normal — deshalb werden alle
Bausteine gewichtet zusammengefasst, statt sie einzeln nebeneinanderzustellen.
Ist der Score unter 60 Prozent, ist das die Antwort: Die Lage ist zu widersprüchlich. Die
Zeile mit den Gegenargumenten zeigt dir dann konkret, was dagegenspricht.
Wie viel soll ich pro Trade riskieren?
Das legt STRUKTOR bewusst nicht fest, weil es von deinem Konto und deiner Situation
abhängt. Als verbreitete Orientierung gilt ein bis zwei Prozent des Kontos pro Trade.
Die Positionsgröße ergibt sich dann aus dem Stop-Abstand: Je weiter der Stop, desto kleiner die
Position, damit der mögliche Verlust gleich bleibt.
Warum bekomme ich keine Alarme?
Alarme müssen in TradingView selbst angelegt werden — der Indikator kann das nicht
für dich tun. Wichtig dabei: Es gibt zwei Arten. Die benannten Signale wählst du im Alarm-Dialog
namentlich aus. Die Konfluenz-Alarme laufen dagegen über die Option „Any alert() function call".
Wer nur eine der beiden Varianten anlegt, bekommt auch nur diese Hälfte.
Was kostet STRUKTOR und wie komme ich ran?
Vierzehn Tage kannst du kostenlos testen, mit vollem Funktionsumfang. Der Test
ist Teil des Monatsabos, du schliesst also bei PayPal ab, in den ersten vierzehn Tagen wird
aber nichts abgebucht. Danach kostet ein Monat 99 USD, drei Monate 275 USD und sechs Monate
505 USD.
Alle drei verlängern sich automatisch um dieselbe Laufzeit, bis du kündigst — kündbar jederzeit
und ohne Frist. Der aktuelle Stand steht immer auf der Preisseite.
Nach der Freischaltung findest du den Indikator im Chart unter Indikatoren →
Nur auf Einladung.
Wie lange dauert die Freischaltung?
Ich schalte von Hand frei, in der Regel innerhalb weniger Stunden. Sobald es
erledigt ist, bekommst du eine E-Mail.
Falls nach einem Tag nichts passiert ist, schreib mich an. Meist stimmt dann der
Benutzername nicht ganz.
Bekomme ich Updates, oder muss ich neu kaufen?
Updates sind enthalten, solange dein Abo läuft. Neue Versionen erscheinen
automatisch in deinem Chart — du musst nichts neu freischalten und nichts erneut bezahlen.
Kann ich den Zugang mit einem Kollegen teilen?
Nein. Der Zugang hängt an deinem TradingView-Konto und ist persönlich. Auf
beliebig vielen Geräten nutzen darfst du ihn dagegen problemlos — Handy, Laptop, Desktop-App,
alles mit demselben Konto.
Wie kündige ich, und was passiert danach?
Die Kündigung machst du direkt in deinem PayPal-Konto unter Zahlungen →
Automatische Zahlungen. Dort das Abo auswählen und beenden. Keine Frist, keine Begründung, kein
Kontakt zu mir nötig.
Der Zugang bleibt bis zum Ende der bereits bezahlten Laufzeit bestehen — du verlierst also nichts,
wofür du schon gezahlt hast. Danach verschwindet der Indikator aus deiner Liste.
Deine Charts und gespeicherten Einstellungen bleiben erhalten. Kommst du später zurück, ist alles
wieder da, wo du es gelassen hast.
Kapitel 19
Rechtliches
Bitte einmal vollständig lesen, bevor du STRUKTOR im echten Handel einsetzt.
Risikohinweis & Eigenverantwortung
STRUKTOR ist ein technisches Analysewerkzeug und keine Anlageberatung, keine Finanzdienstleistung
und keine Gewinngarantie. Der Handel mit Finanzinstrumenten, insbesondere gehebelten Produkten, birgt
ein erhebliches Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Alle in diesem
Dokument beschriebenen Signale, Scores und Klassifizierungen beruhen auf historischen Mustern und
stellen keine Zusicherung zukünftiger Ergebnisse dar. Jede Trading-Entscheidung erfolgt
eigenverantwortlich und auf eigenes Risiko. natradingbyadi übernimmt keine Haftung für Verluste, die
aus der Nutzung dieses Werkzeugs entstehen.
Über die Preisseite auf natradingbyadi.com. Dort wählst du die Laufzeit, gibst deinen TradingView-Benutzernamen an und bezahlst über PayPal.
Was brauche ich dafür?
Ein TradingView-Konto. Der Zugang wird auf deinen Benutzernamen freigeschaltet.
Wo finde ich den Indikator danach?
Im Chart unter Indikatoren → Nur auf Einladung.
Auf wie vielen Geräten?
Auf beliebig vielen — der Zugang hängt am Konto, nicht am Gerät.
Darf ich den Zugang teilen?
Nein. Der Zugang ist persönlich und an dein Konto gebunden.
Was passiert bei Kündigung?
Der Indikator verschwindet aus deiner Liste. Deine Charts und Einstellungen bleiben erhalten, falls du später zurückkommst.
Bekomme ich Updates?
Ja. Neue Versionen stehen automatisch zur Verfügung, solange das Abo läuft — ohne erneutes Freischalten.
Kostet TradingView extra?
Ja, das ist getrennt. Für den Indikator brauchst du ein eigenes TradingView-Konto; dessen Kosten haben mit dem Abo hier nichts zu tun.
Wichtig zur Abgrenzung
Das Abonnement bezahlt den Zugang zu einem Analysewerkzeug. Es ist kein Signaldienst, keine
Vermögensverwaltung und keine Beteiligung an Handelsergebnissen. Es wird kein bestimmtes Ergebnis
geschuldet — weder ein Gewinn noch eine bestimmte Trefferquote.
Zur Einordnung der Kennzahlen
Alle Prozentwerte, Gewichtungen und Qualitätsstufen in diesem Handbuch beschreiben die interne
Logik der Engine. Sie sind Aussagen darüber, wie stark verschiedene Bausteine übereinstimmen — nicht
über die Wahrscheinlichkeit, mit der ein bestimmter Trade aufgeht. Smart Money Concepts sind ein
Denkmodell zur Beschreibung wiederkehrender Kursmuster, keine bewiesene Tatsache über das Verhalten
einzelner Marktteilnehmer.
Technische Eckdaten
Eigenschaft
Wert
Plattform
TradingView
Skriptsprache
Pine Script v6
Darstellung
Overlay direkt im Preis-Chart
Maximale Boxen
500 gleichzeitig
Maximale Linien
500 gleichzeitig
Maximale Beschriftungen
300 gleichzeitig
Historientiefe
bis zu 5.000 Kerzen
Analysemodule
über 20 eigenständige Engines
Oberfläche
vollständig Deutsch
Getestet auf
primär Gold und Bitcoin
Keine Meinung. Keine Angst. Nur Level, die halten.